Nebius Aktie: D.A. Davidson senkt auf Neutral
Trotz massivem Umsatzplus und Rekordaufträgen belasten eine vorsichtige Analystenstimme und ein neues Google-Joint Venture die Nebius-Aktie.

Kurz zusammengefasst
- D.A. Davidson senkt Einstufung auf Neutral
- Google und Blackstone gründen KI-Cloud-Joint Venture
- Umsatzsprung um 684 Prozent im ersten Quartal
- Aktie erholt sich nach Tagesverlusten leicht
Starke Zahlen, schwache Kurse. Bei Nebius klaffen operatives Geschäft und Börsenstimmung plötzlich auseinander. Ein vorsichtiger Analystenkommentar und neue Konkurrenz durch Google reichten aus. Sie lösten eine deutliche Verkaufswelle aus.
Die Investmentbank D.A. Davidson bewertet die Aktie nun mit „Neutral“. Analyst Gil Luria setzt das Kursziel auf 250 US-Dollar. Er lobt die Strategie des Cloud-Anbieters. Die Aktie wird jedoch mit einem Aufschlag von 30 Prozent auf den Auftragsbestand gehandelt. Das begrenzt laut Luria das kurzfristige Kurspotenzial.
Parallel dazu wächst der Wettbewerbsdruck. Der Finanzinvestor Blackstone und Google gründen ein Joint Venture für fünf Milliarden US-Dollar. Sie planen ein neues KI-Cloud-Unternehmen auf Basis von Google-Chips. Diese Nachricht traf auf eine technisch überkaufte Nebius-Aktie. Erst am 14. Mai hatte das Papier ein Rekordhoch von 233,73 US-Dollar erreicht.
Rekordwachstum trifft auf hohe Erwartungen
Operativ läuft es für das Amsterdamer Unternehmen hervorragend. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 684 Prozent. Nebius nahm 399 Millionen US-Dollar ein. Der Auftragsbestand liegt bei fast 50 Milliarden US-Dollar. Darunter fallen Großaufträge von Meta und Microsoft.
Dieses Wachstum hat seinen Preis. Das Management plant Investitionen von 20 bis 25 Milliarden US-Dollar. Solche Summen machen das Unternehmen abhängig vom Kapitalmarkt. Steigende Zinsen könnten die zukünftige Profitabilität belasten. Der Markt verlangt nun Beweise, dass Nebius diese Investitionen schnell in Gewinne ummünzen kann.
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Analysten bleiben uneins
Die Wall Street bewertet die Lage völlig unterschiedlich. Mehrere Banken haben ihre Kursziele kürzlich angehoben:
- Citi: Kaufempfehlung mit Ziel 287 US-Dollar.
- Citizens: „Outperform“-Rating und Ziel 270 US-Dollar.
- Northland: „Outperform“-Rating und Ziel 248 US-Dollar.
Morgan Stanley bleibt hingegen skeptischer. Die Bank belässt die Einstufung auf „Equal-weight“ mit einem Ziel von 144 US-Dollar.
Am Dienstag beruhigte sich der Handel nach anfänglichen Verlusten. Die Aktie schloss bei 197,78 US-Dollar. Das entspricht einer Erholung von knapp acht Prozent vom Tagestief. Der Abverkauf signalisiert keinen Einbruch der KI-Nachfrage. Vielmehr justieren Investoren die Bewertung nach der massiven Kursrally neu.
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