Citi hat die Nebius-Aktie am Montag mit einem „Buy/High Risk“-Rating aufgenommen — und der Zeitpunkt ist kaum zufällig gewählt. Der Amsterdamer KI-Cloud-Anbieter hat in kurzer Folge Milliarden-Verträge mit den größten Technologiekonzernen der Welt abgeschlossen und wächst dabei in einem Tempo, das selbst für den aufgeheizten KI-Infrastrukturmarkt ungewöhnlich ist.
Verträge im Milliarden-Maßstab
Den Kern der Wachstumsstory bilden zwei Großverträge mit US-Hyperscalern. Meta Platforms wird über fünf Jahre bis zu 27 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur von Nebius zahlen — aufgeteilt in 12 Milliarden Dollar für dedizierte Kapazitäten und bis zu 15 Milliarden Dollar für zusätzliche Rechenleistung. Bereits im September hatte Nebius einen vergleichbaren Deal mit Microsoft abgeschlossen, der über fünf Jahre bis zu 19,4 Milliarden Dollar umfasst.
Das ausstehende Auftragsvolumen von mehr als 20 Milliarden Dollar aus diesen beiden Vereinbarungen allein unterstreicht, wie stark die strukturelle Nachfrage nach KI-Rechenkapazität das Unternehmen antreibt.
Wachstum in allen Kennzahlen
Die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025 spiegeln das rasante Tempo wider. Der Umsatz stieg auf 529,8 Millionen Dollar — ein Plus von 479 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal wuchs der Umsatz um 547 Prozent auf 227,7 Millionen Dollar.
Auch die Profitabilität verbesserte sich deutlich. Das bereinigte EBITDA verringerte sich von einem Verlust von 226,3 Millionen Dollar (2024) auf minus 64,9 Millionen Dollar. Der operative Cashflow aus dem laufenden Geschäft drehte auf plus 401,9 Millionen Dollar, das Nettoergebnis aus fortgeführten Aktivitäten auf plus 29,0 Millionen Dollar.
Infrastruktur im Großformat
Parallel zum Umsatzwachstum baut Nebius seine physische Infrastruktur aggressiv aus. Im Jahr 2025 wurden 170 Megawatt neue Rechenzentrumskapazität in Betrieb genommen — deutlich mehr als das ursprüngliche Ziel von 100 MW. Bis Ende 2026 sollen es 800 MW bis 1 Gigawatt aktive Kapazität sein, mit einem Ziel von 3 GW vertraglich gesicherter Kapazität.
Die Standortanzahl wächst von sieben Ende 2025 auf 16 bis Ende 2026. In den USA erhielt Nebius die Genehmigung für einen Campus in Independence, Missouri, mit einer potenziellen Kapazität von bis zu 1,2 GW auf rund 400 Hektar. Nvidia hat zugesagt, Nebius beim Aufbau von mehr als 5 GW Rechenzentrumskapazität bis 2030 zu unterstützen.
Ein weiterer Vorteil im Wettbewerb: Nebius wird ab der zweiten Jahreshälfte 2026 zu den ersten Anbietern gehören, die Nvidias neue Vera-Rubin-Chips im großen Maßstab einsetzen — eine Plattform, die speziell für komplexe KI-Workloads wie agentische KI und große Mixture-of-Experts-Modelle ausgelegt ist.
Aktie mit dreistelligem Kursanstieg
Die Aktie legte 2025 um mehr als 200 Prozent zu und hat seit Jahresbeginn 2026 weitere 35 Prozent gewonnen. Seit dem Börsengang in New York 2024 beläuft sich der Kursanstieg auf über 400 Prozent. Analysten erwarten für 2026 einen Umsatz von 3,35 Milliarden Dollar — ein Wachstum von 531 Prozent — und diese Prognose entstand noch vor den jüngsten Hyperscaler-Deals und der Citi-Coverage.
Das selbst gesteckte Ziel für Ende 2026 ist ambitioniert: ein annualisierter Umsatz-Run-Rate von 7 bis 9 Milliarden Dollar. Ob Nebius dieses Ziel erreicht, hängt maßgeblich davon ab, ob der Ausbau auf 16 Standorte planmäßig gelingt und die kontrahierten Kapazitäten tatsächlich in betriebsbereite Infrastruktur umgewandelt werden können.
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