Nebius Aktie: Wachstumspotenzial bleibt stark!
Nebius kauft das MIT-Spin-off Eigen AI und integriert dessen Optimierungstechnologie in die Token Factory. Der Deal unterstreicht den Wandel vom GPU-Vermieter zum Plattformanbieter.

Kurz zusammengefasst
- Akquisition von Eigen AI für 643 Mio. Dollar
- Integration in Nebius Token Factory geplant
- Zweite Übernahme innerhalb von drei Monaten
- Umsatzprognose für 2026 bei 3 bis 3,4 Mrd. Dollar
Zwanzig Mitarbeiter, eine Bewertung von 643 Millionen Dollar — und ein Käufer, der damit mehr will als bloß Talente. Nebius, der niederländische Neocloud-Anbieter, der sich 2024 von Yandex abgespalten hat, übernimmt das MIT-Alumni-Startup Eigen AI. Der Deal ist kein Zufallskauf. Er zeigt, wohin Nebius steuert.
Vom GPU-Vermieter zum Infrastruktur-Anbieter
Eigen AI wurde von Forschern des MIT HAN Lab gegründet. Das Startup spezialisiert sich auf Post-Training-Optimierung für Open-Source-Modelle — konkret auf Techniken wie Post-Training-Quantisierung, KV-Cache-Optimierung und maßgeschneiderte CUDA-Kernel. Gemeinsam haben beide Unternehmen bereits optimierte Versionen von DeepSeek, Llama und Qwen veröffentlicht, die in Benchmarks Ausgabegeschwindigkeiten von bis zu 911 Tokens pro Sekunde erreichen.
Die Transaktion umfasst bis zu 98 Millionen Dollar in bar sowie 3,8 Millionen Aktien der Klasse A, mit Vesting-Bedingungen für Schlüsselpersonal. Das entspricht rund 32 Millionen Dollar pro Mitarbeiter.
Token Factory als Herzstück
Eigen AIs Optimierungsschicht soll direkt in Nebius Token Factory integriert werden. Die Plattform bietet Unternehmen skalierbare Inferenz-Endpunkte und Fine-Tuning-Pipelines für alle gängigen Open-Source-Modelle. Mit Eigen an Bord kann Nebius seinen Kunden entweder niedrigere Kosten pro Token oder höheren Durchsatz aus derselben Hardware anbieten. In einem Markt mit transparenten Preisen und niedrigen Wechselkosten ist das ein echter Vorteil.
Es ist bereits die zweite Akquisition innerhalb von drei Monaten. Im Februar kaufte Nebius Tavily, einen KI-Agenten-Suchanbieter, für 275 Millionen Dollar. Beide Deals verschieben das Geschäftsmodell in dieselbe Richtung: weg vom reinen Rechenleistungsverkauf, hin zu höherwertigen Diensten mit direktem Kundenkontakt. Das Gründungsteam von Eigen AI soll außerdem eine neue Nebius-Präsenz in der San Francisco Bay Area aufbauen.
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Hyperscaler-Rückenwind und hohe Erwartungen
Das finanzielle Fundament ist beachtlich. Nebius verfügt über einen vertraglich gesicherten Auftragsbestand von annähernd 50 Milliarden Dollar — darunter ein Mehrjahresvertrag mit Meta über 27 Milliarden Dollar und ein Commitment von Microsoft über bis zu 19,4 Milliarden Dollar. NVIDIA hat strategisch mit 2 Milliarden Dollar investiert. Eine Wandelanleihe über 4,34 Milliarden Dollar sichert die Finanzierung des Wachstumsplans.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 3 und 3,4 Milliarden Dollar an — nach 530 Millionen Dollar im Jahr 2025.
Am 13. Mai 2026 legt Nebius die Zahlen für das erste Quartal vor. Analysten rechnen mit einem Umsatz von rund 375 Millionen Dollar, was einem Anstieg von mehr als 578 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspräche. Beim Verlust je Aktie wird ein Wert von 0,77 Dollar erwartet, nach 0,41 Dollar im Vorjahreszeitraum. Acht von zehn Wall-Street-Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Entscheidend wird sein, ob der ARR-Verlauf auf das Jahresziel von 7 bis 9 Milliarden Dollar hindeutet — und ob Nebius erste Hinweise zur Integration von Eigen AI liefert.
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