Nel ASA steht im Februar 2026 vor einer Bewährungsprobe. Am 26. Februar legt der norwegische Elektrolyseur-Hersteller seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen gerade den kommerziellen Start seiner neuen Elektrolyseur-Generation vorbereitet. Im Dezember 2025 fiel die finale Investitionsentscheidung für die Industrialisierung der Technologie, unterstützt durch EU-Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe.
Die Ausgangslage ist herausfordernd
Das dritte Quartal 2025 verlief enttäuschend. Nel erwirtschaftete einen Umsatz von 303 Millionen NOK – ein Rückgang von 17 Prozent im Jahresvergleich. Noch deutlicher fiel der Einbruch beim Auftragseingang aus: Mit 57 Millionen NOK verzeichnete das Unternehmen ein Minus von 64 Prozent. Der Auftragsbestand betrug Ende September 984 Millionen NOK.
Die Kassenposition lag bei etwa 1,8 Milliarden NOK. Diese Liquidität verschafft Nel finanziellen Spielraum für die strategische Neuausrichtung auf die neue Technologieplattform.
135 Millionen Euro EU-Förderung für Herøya
Am 12. Dezember 2025 verkündete Nel die finale Investitionsentscheidung zur Industrialisierung seiner Next Generation Pressurized Alkaline Elektrolyseur-Plattform am Standort Herøya in Norwegen. Die Entscheidung folgt auf ein siebenjähriges Entwicklungsprogramm mit erfolgreichem Prototyp-Testing.
Die wichtigsten Eckdaten:
- EU-Innovationsfonds bewilligt bis zu 135 Millionen Euro
- Zielkapazität: bis zu 4 GW jährliche Produktionskapazität bei Vollausbau
- Erste Phase: rund 300 Millionen NOK Investition für 1 GW Kapazität
- Kommerzieller Start: erste Jahreshälfte 2026 geplant
- Serienauslieferungen: ab 2027 angepeilt
Die neue Plattform basiert auf einem vollständig modularisierten Skid-Design mit vorgefertigten und werksgetesteten Modulen in standardisierten Container-Skids. Dieser Ansatz soll Engineering, Logistik und Installation vereinfachen. Zudem ermöglicht der Außenbetrieb ohne dedizierte Gebäude eine Reduktion der Infrastrukturkosten.
Branche kämpft mit Gegenwind
Der gesamte Wasserstoffsektor steht unter Druck. Im Dezember 2025 verwiesen europäische Energieregulierer auf hohe Produktionskosten und den schleppenden Infrastrukturausbau als wesentliche Markthemmnisse.
Nel spürt diese Branchenschwäche deutlich. Die Aktie, die 2024 noch größtenteils über 5,00 NOK notierte, handelt im Januar 2026 im Bereich von 2,24 bis 2,28 NOK.
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Einzelaufträge in jüngster Zeit
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte Nel in den vergangenen Monaten mehrere Verträge abschließen:
- November 2025: Technologieanbieter für GreenH-Wasserstoffprojekte in Kristiansund und Slagentangen
- November 2025: PEM-Bestellung von den HyFuel- und Kaupanes-Wasserstoffprojekten
- Oktober 2025: Dritte Bestellung für containerisierte PEM-Lösung von H2 Energy
Worauf Anleger achten sollten
Der Geschäftsbericht am 26. Februar 2026 wird Aufschluss über mehrere entscheidende Punkte geben:
Auftragseingang: Hat sich der Orderfluss im vierten Quartal 2025 erholt und den Auftragsbestand wieder aufgefüllt? Die Q3-Zahlen zeigten hier massive Schwäche.
Liquidität: Wie entwickelt sich die Kassenposition nach der Investitionsentscheidung? Die rund 300 Millionen NOK für Phase eins werden die Bilanz belasten.
Zeitplan: Bleibt Nel beim anvisierten kommerziellen Launch in der ersten Jahreshälfte 2026? Jede Verzögerung würde die Markteinführung belasten.
Ausblick: Welche Umsatz- und Auftragserwartungen gibt das Management für 2026 aus? Die Guidance wird zeigen, ob Nel mit einer Erholung rechnet.
Die Hauptversammlung am 10. April 2026 dürfte weitere strategische Updates bringen.
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