Nel ASA: 40–60% CAPEX-Ersparnis mit neuer Plattform
Nel ASA verzeichnet Kursrally dank neuer Technologie, leidet aber unter massivem Auftragsrückgang und roten Zahlen.

Kurz zusammengefasst
- Neue Druck-Alkali-Elektrolyseure vorgestellt
- Auftragseingang bricht um 73 Prozent ein
- Operativer Verlust von 100 Millionen Kronen
- Analysten raten mehrheitlich zum Verkauf
Starke Kursgewinne, leere Auftragsbücher. Bei Nel ASA klaffen Stimmung und Realität derzeit weit auseinander. Die Aktie legte auf Monatssicht um rund 35 Prozent zu. Aktuell notiert das Papier bei 0,26 Euro. Angetrieben wird die Rally von einer neuen Technologie und frischen Aufträgen. Analysten bleiben indes skeptisch.
Hoffnungsträger aus Norwegen
Das norwegische Wasserstoff-Unternehmen hat eine neue Generation von Druck-Alkali-Elektrolyseuren auf den Markt gebracht. Die Anlage soll die Produktionskosten für Wasserstoff deutlich senken. Das Management rechnet mit Einsparungen bei den Investitionskosten von 40 bis 60 Prozent. Produziert wird die Plattform im Werk in Herøya. Dort steht eine Kapazität von bis zu einem Gigawatt pro Jahr bereit.
Parallel dazu meldet die PEM-Sparte erste Erfolge. Nel sicherte sich nach Quartalsende zwei Aufträge im Wert von jeweils rund sieben Millionen US-Dollar. Ein US-Energieversorger erwartet die bestellten Anlagen im ersten Halbjahr 2027. Fast zeitgleich orderte das europäische Unternehmen Mesure Process Einheiten für Wasserstofftankstellen.
Einbruch beim Auftragseingang
Ein Blick auf die jüngsten Quartalszahlen dämpft die Euphorie. Der Umsatz aus Kundenverträgen sank im ersten Quartal leicht auf 148 Millionen norwegische Kronen. Dramatischer fiel der Einbruch beim Auftragseingang aus. Die Folge: Ein Absturz um 73 Prozent im Jahresvergleich. Übrig blieben lediglich Neuaufträge im Wert von 85 Millionen Kronen.
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Das operative Ergebnis (EBITDA) lag bei minus 100 Millionen Kronen. Um die Kosten zu senken, hat Nel die Belegschaft bereits um über ein Viertel reduziert. Die Kasse ist mit 1,4 Milliarden Kronen gut gefüllt. Laut Management reicht das Kapital bis Ende 2026.
Analysten raten zur Vorsicht
Die schwache operative Entwicklung lässt Marktexperten zweifeln. Aktuell empfiehlt kein einziger Analyst die Aktie zum Kauf. Die Mehrheit rät zum Verkauf. James Carmichael von Berenberg senkte sein Kursziel kürzlich auf 2,30 Kronen. Er verweist auf den anhaltend schwachen Auftragsfluss.
Im zweiten Quartal erwartet Nel einen EU-Zuschuss von elf Millionen Euro. Das bringt kurzfristig frische Liquidität für den Ausbau der Produktion. Am 15. Juli folgen die Halbjahreszahlen. Dann muss CEO Håkon Volldal beweisen, dass die neue Plattform tatsächlich größere Projekte anzieht. Das Management verhandelt derzeit über Anlagen in Europa und Nordamerika. Ohne handfeste Vertragsabschlüsse dürfte die hohe Bewertung der Aktie kaum zu halten sein.
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