Nel ASA: 7,66% nach Moss-Kauf
Aufsichtsratschef Arvid Moss kauft 100.000 Aktien und löst eine Kurserholung von 7,66 % aus. Nel meldet zudem einen US-Auftrag über PEM-Elektrolyseure.

Kurz zusammengefasst
- Insider-Kauf von 100.000 Aktien
- Kurserholung um 7,66 Prozent
- Umsatzrückgang um fünf Prozent
- Neuer US-Auftrag über Elektrolyseure
Nach einem schwachen Quartalsbericht drohte Nel ASA in eine Abwärtsspirale zu geraten. Ein gezielter Insider-Kauf hat die Stimmung gedreht.
Aufsichtsratschef Arvid Moss kaufte am 24. April 100.000 Aktien des norwegischen Wasserstoffspezialisten. Das Signal kam zur richtigen Zeit: Zuvor war die Aktie nach den Q1-Zahlen vom 22. April auf NOK 2,20 gefallen. Daraufhin erholte sich der Kurs am Montag um 7,66 % auf NOK 2,53. Auf Euro-Basis notiert die Aktie aktuell bei 0,22 Euro — rund 17 % über dem Jahrestief vom März.
Schwache Zahlen, aber ein neuer Auftrag
Die Quartalszahlen selbst liefern wenig Grund zur Euphorie. Nel erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von NOK 148 Millionen — ein Rückgang von 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der EBITDA-Verlust verbesserte sich auf NOK -100 Millionen, nach NOK -115 Millionen ein Jahr zuvor.
Kritischer ist der Auftragseingang. Er brach um 73 % auf NOK 85 Millionen ein. Der Auftragsbestand sank auf NOK 1,113 Milliarden — ein Minus von 24 % gegenüber Q1 2025.
Parallel dazu vermeldet Nel einen Auftrag aus den USA. Das Douglas County Public Utility District im Bundesstaat Washington bestellte PEM-Elektrolyseur-Ausrüstung im Wert von 7 Millionen US-Dollar. Das Gerät soll überschüssige Wasserkraft in grünen Wasserstoff umwandeln. Die Produktion ist für das erste Halbjahr 2027 im Nel-Werk in Wallingford, Connecticut, geplant.
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Nächster Katalysator im Mai
CEO Håkon Volldal kündigt für Mai den Start einer neuen Druckalkalin-Plattform an. Das System soll dezentrale Energielösungen ermöglichen — und Nel in einem hart umkämpften Markt neu positionieren.
Das Unternehmen verfügt über eine Liquiditätsreserve von NOK 1,443 Milliarden. Das Management sieht starkes Interesse an mittelgroßen Projekten zwischen 50 und 150 Megawatt, vor allem in Europa und Nordamerika. Ob Nel diese Pipeline in feste Aufträge umwandeln kann, entscheidet maßgeblich über das zweite Halbjahr 2026.
Der Launch im Mai wird zeigen, ob die neue Plattform das Vertrauen der Investoren in konkrete Auftragseingänge übersetzt.
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