Nel ASA Aktie: 135 Millionen Euro für Herøya-Werk
Nel-Chef Håkon Volldal wechselt zu Elopak. Der Verwaltungsrat sucht einen Nachfolger, während das Unternehmen seine Expansionspläne fortsetzt.

Kurz zusammengefasst
- Håkon Volldal verlässt Nel
- Wechsel zum Verpackungskonzern Elopak
- Verwaltungsrat sucht neuen CEO
- Aktie unter kurzfristigem Durchschnitt
Håkon Volldal verlässt Nel ASA. Der Chef des norwegischen Wasserstoff-Spezialisten wechselt zum Verpackungskonzern Elopak. Eine unerwartete Lücke an der Führungsspitze. Der Verwaltungsrat sucht bereits nach einem Nachfolger.
Bis spätestens Januar 2027 bleibt Volldal im Amt. Diese sechsmonatige Kündigungsfrist soll Stabilität garantieren. Verwaltungsratschef Arvid Moss betont die Kontinuität. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens bleibt unverändert.
Fokus auf Expansion
Volldal trieb zuletzt die Massenproduktion von Elektrolyseuren voran. Erst im Mai 2026 präsentierte Nel eine neue alkalische Druckelektrolyse-Plattform. Das Ziel: Die Technik soll große Wasserstoffprojekte deutlich günstiger machen. Für eine 25-Megawatt-Anlage peilen die Norweger schlüsselfertige Kosten von unter 1.450 US-Dollar pro Kilowatt an.
Die Europäische Union stützt diesen Ausbau. Ein Fördergeld von bis zu 135 Millionen Euro fließt in das Werk in Herøya. Nel will die Produktionskapazität dort massiv hochfahren. Langfristig plant das Management einen Ausstoß von vier Gigawatt pro Jahr.
Abwärtsdruck an der Börse
An der Börse durchlebt das Papier eine unruhige Phase. Am Donnerstag schloss die Aktie bei 0,22 Euro. Im vergangenen Monat verlor der Kurs ein Fünftel seines Wertes. Seit Jahresbeginn behauptet Nel allerdings ein Plus von 17 Prozent.
Aktuell notiert der Kurs deutlich unter dem kurzfristigen Durchschnitt. Die langfristige 200-Tage-Linie bei 0,21 Euro dient nun als wichtige Unterstützung. Hält diese Marke, könnte sich das Chartbild stabilisieren. Fällt der Kurs darunter, droht ein Test des Jahrestiefs.
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