Nel ASA Aktie: Analysten-Konsens „Sell“ bei 2,12 Kronen
Nel-Aktie steigt deutlich, doch Analysten bleiben skeptisch. Auftragseingang und Umsatz sinken, während der Wasserstoffsektor boomt.

Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt über 6 Prozent
- Umsatz und Aufträge rückläufig
- Analysten raten mehrheitlich zum Verkauf
- Wasserstoffsektor profitiert von Großprojekten
Der norwegische Wasserstoffspezialist Nel ASA legt zu — und zwar kräftig. Die Aktie stieg am Freitag um mehr als 6 Prozent auf rund 0,30 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf über 57 Prozent. Das klingt beeindruckend, erzählt aber nur die halbe Geschichte.
Quartalszahlen senden gemischte Signale
Nel ASA veröffentlichte kürzlich seinen Bericht für das erste Quartal 2026. Der Umsatz aus Kundenverträgen sank um 5 Prozent auf 148 Millionen Norwegische Kronen. Das EBITDA-Minus konnte das Unternehmen immerhin etwas einengen.
Problematischer ist der Auftragseingang. Er brach um 73 Prozent auf 85 Millionen Kronen ein. Der Auftragsbestand schrumpfte um 24 Prozent auf 1,113 Milliarden Kronen. Das sind keine Randnotizen — sie zeigen, wie schwach die Nachfrage nach Nel-Produkten derzeit ist.
Im PEM-Segment sanken die Erlöse, die Projektmargen verbesserten sich jedoch. Nach Quartalsende sicherte Nel einen neuen PEM-Auftrag im Wert von 7 Millionen US-Dollar. Das Alkaline-Geschäft entwickelte sich besser: Umsatz und EBITDA legten zu. Nel plant außerdem den Start einer neuen Druckalkalin-Plattform, die laut Management neue Branchenmaßstäbe setzen soll.
Analysten bleiben skeptisch
Das Kursplus täuscht nicht darüber hinweg, dass institutionelle Analysten Nel ASA kritisch sehen. Berenberg senkte das Kursziel im März auf 2,30 Kronen und behielt das Rating „Hold“ bei. RBC Capital Markets bestätigte im April eine „Neutral“-Einstufung mit einem Ziel von 3 Kronen.
Der Konsens aus elf Analysten lautet „Sell“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,12 Kronen — deutlich unter dem aktuellen Niveau. Kein Wunder, dass die Kursrally von vielen Profis als übertrieben eingestuft wird.
Technisch gesehen notiert die Aktie weit über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 0,20 Euro. Eine Widerstandszone liegt zwischen 3,45 und 3,66 Kronen. Dort könnte die Rally auf Gegenwind stoßen.
Wasserstoffsektor zieht Kapital an
Der Tagesgewinn bei Nel ist kein Einzelphänomen. Europäische Wasserstoffwerte wie ITM Power und Ceres Power legten ebenfalls zu. Im Hintergrund laufen milliardenschwere Infrastrukturprojekte: Das schwedische Grünstahlprojekt Stegra sicherte sich im April 1,4 Milliarden Euro an neuer Finanzierung. Am selben Tag, an dem Nel zulegte, einigten sich Stegra und seine Kreditgeber auf zusätzliche 1,5 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital.
Neue Wasserstoffprojekte entstehen auch in Australien und Indien. Der asiatisch-pazifische Markt allein soll bis 2030 ein Volumen von rund 109 Milliarden US-Dollar erreichen. Das Sektormomentum ist real — die Frage ist, ob Nel operativ mithalten kann, bevor das Kapital weiterzieht.
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