Nel ASA Aktie: Auftragseingang auf 85 Millionen NOK gestürzt
Nel ASA tritt in die Stille vor Quartalszahlen ein. Nach dem CEO-Rückzug und schwachem Auftragseingang hoffen Anleger auf positive Signale.

Kurz zusammengefasst
- Schweigephase vor Halbjahresbericht
- Aktie verlor zuletzt 35 Prozent
- Auftragseingang brach massiv ein
- Fokus auf Liquidität und Kosten
Bei Nel ASA herrscht ab heute offiziell Funkstille. Der Wasserstoff-Spezialist geht in die zweiwöchige Ruhephase vor den Halbjahreszahlen. Für Investoren ist das eine nervenaufreibende Zeit. Schließlich verließ erst Mitte Juni der Chef das Unternehmen.
Kurssturz und Führungsvakuum
Die Börse hat den jüngsten Schock noch nicht verdaut. Aktuell notiert das Papier bei 0,21 Euro. Im vergangenen Monat verlor der Titel massive 35,10 Prozent an Wert. Damit liegt die Aktie exakt auf der 200-Tage-Linie.
Auslöser der Unsicherheit war eine überraschende Personalie. Am 15. Juni kündigte CEO Håkon Volldal seinen Rückzug an. Er bleibt zwar während der sechsmonatigen Kündigungsfrist im Amt. Die Folge: ein vorläufiges Führungsvakuum.
Schwache Aufträge belasten
Der kommende Bericht am 15. Juli muss nun dringend operative Fortschritte zeigen. Das erste Quartal enttäuschte den Markt. Der Umsatz fiel leicht auf 148 Millionen norwegische Kronen. Das operative Ergebnis lag bei minus 100 Millionen Kronen.
Besonders die Auftragslage bereitet Sorgen. Der Auftragseingang brach zum Jahresauftakt auf 85 Millionen Kronen ein. Im Vorjahr standen hier noch 312 Millionen Kronen in den Büchern. Das Management muss beweisen, dass sich dieser Trend umkehrt.
Ein weiterer Fokus liegt auf den Barreserven. Ende März verfügte Nel noch über liquide Mittel von rund 1,4 Milliarden Kronen. Der operative Mittelabfluss lag im selben Zeitraum bei 165 Millionen Kronen. Investoren achten genau auf die aktuelle Verbrennungsrate.
Der Tag der Wahrheit
Bis zur Veröffentlichung der Zahlen handeln Investoren ohne neue Signale des Managements. Die strategische Ausrichtung bleibt laut Vorstand unverändert. Die nackten Zahlen müssen das nun belegen.
Am 15. Juli zählt ausschließlich die fundamentale Entwicklung. Nel muss einen stabilisierten Auftragseingang und strikte Kostendisziplin vorweisen. Enttäuschen diese Kernmetriken, droht der Aktie ein Rückfall auf das bisherige Jahrestief bei 0,17 Euro.
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