Nel ASA Aktie: Auftragseingang um 73 Prozent kollabiert
Nel ASA präsentiert eine neue Elektrolyseur-Plattform, während Auftragseingänge drastisch sinken und Analysten die Aktie skeptisch beurteilen.
Kurz zusammengefasst
- Neue alkalische Plattform vorgestellt
- Auftragseingang bricht um 73 Prozent ein
- Analysten senken Kursziele für Nel
- Aktie erholt sich trotz schwacher Fundamentaldaten
Neue Rekordtechnologie, aber kein Auftragsschub— bei Nel ASA klaffen Produktneuheit und Geschäftsentwicklung weit auseinander. Der norwegische Elektrolyseur-Hersteller hat in dieser Woche seine nächste Plattformgeneration vorgestellt, während die Auftragseingänge einbrachen und Analysten ihre Kursziele senkten.
Neues Produkt, alte Probleme
Nel hat nach mehr als acht Jahren Entwicklungszeit eine neue druckbasierte alkalische Elektrolyseur-Plattform kommerziell lanciert. Das System soll die Investitionskosten gegenüber aktuellen Marktlösungen um 40 bis 60 Prozent senken, Projektzeitpläne verkürzen und die Skalierbarkeit verbessern. Die Industrialisierung der Plattform am Herøya-Standort in Norwegen— mit einer geplanten Kapazität von bis zu 1 GW pro Jahr— wird durch einen EU-Innovationsfonds-Zuschuss von bis zu 135 Millionen Euro unterstützt, der bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten abdeckt.
Einen weiteren Liquiditätsschub erwartet Nel im zweiten Quartal: Rund 11 Millionen Euro aus dem EU-Förderprogramm, die mit der alkalischen Plattform verknüpft sind, stehen noch aus und sollen in den kommenden Wochen eingehen.
Aufträge brechen ein, Analysten skeptisch
Das Q1-Ergebnis zeichnet ein nüchternes Bild. Der Auftragseingang brach um 73 Prozent auf 85 Millionen Norwegische Kronen ein, der Auftragsbestand schrumpfte um 24 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Kronen. Die Umsätze aus Kundenverträgen gingen um fünf Prozent auf 148 Millionen Kronen zurück, das EBITDA lag bei minus 100 Millionen Kronen— immerhin eine Verbesserung von 15 Millionen Kronen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Kassenlage blieb mit 1,4 Milliarden Kronen solide.
Auf der Auftragsseite gab es punktuelle Lichtblicke: Nels PEM-Sparte sicherte sich zwei Verträge über je rund 7 Millionen US-Dollar— einen mit dem Douglas County Public Utility District in Washington, dem ersten öffentlichen Versorger, der ein Nel-System betreiben wird, sowie einen weiteren für ein europäisches Wasserstoffprojekt. Allerdings belasten ausgebliebene US-Forschungsgelder des Department of Energy die PEM-Sparte weiterhin. Wann die Zahlungen wieder aufgenommen werden, ist offen.
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Berenberg-Analyst James Carmichael bestätigte seine neutrale Einstufung, senkte das Kursziel jedoch von 2,60 auf 2,30 Norwegische Kronen und verwies auf die anhaltende Auftragsschwäche. Kein einziger Analyst, der Nel abdeckt, empfiehlt die Aktie derzeit zum Kauf.
Kurs erholt, aber RSI signalisiert Erschöpfung
Die Nel-Aktie schloss am Freitag bei 0,30 Euro— rund 42 Prozent über dem 30-Tage-Niveau und knapp fünf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 0,32 Euro, das Anfang Mai markiert wurde. Der RSI liegt mit 32 an der Grenze zum überverkauften Bereich, was die jüngste Kurskorrektur nach dem Höchststand widerspiegelt. CEO Håkon Volldal spricht von laufenden Gesprächen mit potenziellen Kunden für Projekte zwischen 50 und 150 MW in Europa und Nordamerika— und erwartet für 2026 mehr finale Investitionsentscheidungen als im Vorjahr.
Am 15. Juli legt Nel die Halbjahreszahlen vor. Bis dahin ist eine Frage entscheidend: Ob der Plattform-Launch konkrete Bestellungen nach sich zieht— oder ob die Bewertungsrally der Aktie fundamentaler Unterfütterung entbehrt.
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