Nel legt für 2025 einen Bericht mit zwei klaren Gegensätzen vor: Der Umsatz rutscht deutlich ab, während der Auftragseingang zum Jahresende kräftig anspringt. Gleichzeitig drücken hohe, nicht zahlungswirksame Wertminderungen auf das Ergebnis. Entscheidend wird nun, wie schnell sich der wachsende Auftragsbestand in Umsatz verwandeln lässt.
Umsatzrückgang und Segmentbild
Im Gesamtjahr 2025 sank der Umsatz auf 963 Mio. NOK – ein Minus von 31% gegenüber 2024 (1.390 Mio. NOK). Im vierten Quartal fielen die Erlöse auf 330 Mio. NOK, 20% weniger als im Vorjahresquartal (416 Mio. NOK).
Nel führt die Schwankungen vor allem auf unregelmäßige Lieferpläne bei großen Elektrolyse-Projekten zurück. Diese hängen vom Bau- und Entwicklungsfortschritt auf Kundenseite ab.
Im Segment Alkaline Electrolyser ging der Quartalsumsatz um 33% auf 177 Mio. NOK zurück. Das Segment-EBITDA verbesserte sich dennoch auf 36 Mio. NOK (Vorjahr: 19 Mio. NOK), gestützt durch abgeschlossene Auslieferungen und realisierte Kompensationsansprüche.
Beim PEM-Elektrolyseur blieb der Umsatz mit 153 Mio. NOK auf Vorjahresniveau. Die EBITDA-Lücke weitete sich jedoch auf -35 Mio. NOK aus (zuvor -22 Mio. NOK). Als Haupttreiber nennt Nel deutlich höhere F&E-Ausgaben, die sich nahezu verdoppelten und im Quartal 60 Mio. NOK erreichten. Der größte Auftragsbestand liegt in diesem Segment: 878 Mio. NOK.
Wertminderungen belasten das Ergebnis
Das Jahresergebnis wurde stark von Wertminderungen in Summe von 799 Mio. NOK geprägt (nicht zahlungswirksam). Davon entfielen 361 Mio. NOK auf Produktionsanlagen für atmosphärische alkalische Elektrolyse sowie 439 Mio. NOK auf Goodwill und immaterielle Technologie-Werte.
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Die Liquiditätsreserven lagen zum Quartalsende bei 1.617 Mio. NOK, nach 1.876 Mio. NOK ein Jahr zuvor.
Auftragseingang springt an – und Herøya wird ausgebaut
Während der Umsatz schwächelte, sendete der Ausblick über neue Bestellungen ein deutlich anderes Signal: Der Auftragseingang im vierten Quartal 2025 stieg um 364% auf 686 Mio. NOK (Vorjahr: 148 Mio. NOK). Der Auftragsbestand wuchs bis Jahresende auf 1,319 Mrd. NOK und lag damit 34% über dem Stand nach dem dritten Quartal.
Zu den genannten Kundengewinnen zählt, dass Samsung Engineering & Construction (Samsung E&A) Nel als bevorzugten globalen Wasserstoff-Partner benannt hat. Weitere Aufträge kamen von HYDS und Collins Aerospace. In Q4 erhielt Nel zudem einen 40-Megawatt-PEM-Auftrag von HYDS für zwei Standorte in Norwegen – laut Unternehmen der größte PEM-Auftrag der Firmengeschichte und wertmäßig der zweitgrößte Auftrag insgesamt.
Strategisch stellte Nel im Dezember 2025 die Weichen für die Industrialisierung der „Next Generation Pressurized Alkaline“-Plattform am Standort Herøya. Die Technologie, seit 2018 in Entwicklung, hat die Prototyp-Phase abgeschlossen. Die erste Ausbaustufe auf 1 GW Kapazität soll rund 300 Mio. NOK kosten (vor Fördermitteln). Der EU Innovation Fund unterstützt das Vorhaben mit bis zu 135 Mio. Euro, was laut Nel etwa 60% der förderfähigen Kosten abdeckt. Der Marktstart ist für die erste Hälfte 2026 geplant, größere Auslieferungen ab 2027.
Als nächster Termin steht die Hauptversammlung am 10. April an, gefolgt vom Q1-Bericht am 22. April und dem Halbjahresbericht am 15. Juli.
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