Nel ASA Aktie: BarMar-Pipeline verbindet Barcelona und Marseille
Nel ASA bringt günstigere Elektrolyseure auf den Markt, erhält EU-Förderung, kämpft aber mit Werksstilllegungen und drohenden Abschreibungen.

Kurz zusammengefasst
- Neue Druckalkali-Elektrolyseure vorgestellt
- Investitionskosten sinken um bis zu 60 Prozent
- EU-Förderung von bis zu 135 Millionen Euro
- Alte Produktionslinien stillgelegt, Abschreibungen drohen
Starke Kursgewinne, plötzlicher Rücksetzer. Bei Nel ASA klaffen Euphorie und Realität derzeit weit auseinander. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,26 Euro. Damit liegt das Papier rund 17 Prozent unter dem Jahreshoch von Anfang Mai. Dennoch steht seit Jahresbeginn ein Plus von 36 Prozent auf der Kurstafel.
Neue Technik senkt Kosten
Der norwegische Konzern hat Anfang Mai seine neue Generation von Druckalkali-Elektrolyseuren auf den Markt gebracht. Das Ziel: Wasserstoffprojekte sollen billiger und einfacher werden. Nel verspricht für eine 25-Megawatt-Anlage schlüsselfertige Kosten von unter 1.450 US-Dollar pro Kilowatt.
Im Vergleich zu bisherigen Anlagen sinken die Investitionskosten laut Management um bis zu 60 Prozent. Die Europäische Union stützt diesen Ausbau massiv. Der EU-Innovationsfonds hat Fördergelder von bis zu 135 Millionen Euro zugesagt. Eine erste Tranche erwartet Nel im laufenden Quartal.
Rückenwind aus Europa, Risiken im Werk
Parallel dazu nimmt die europäische Infrastruktur für grünen Wasserstoff Form an. Bürger können sich aktuell zu dem Pipeline-Projekt BarMar äußern. Die 400 Kilometer lange Röhre soll Barcelona mit dem südfranzösischen Fos-sur-Mer verbinden. Sie transportiert künftig große Mengen Wasserstoff quer durch Europa.
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Die neue Technik kostet das Unternehmen im eigenen Werk allerdings Geld. Nel hat im norwegischen Herøya zwei ältere Produktionslinien für atmosphärische Elektrolyseure stillgelegt. Das Management prüft nun die Buchwerte dieser Anlagen. Die Folge: Hohe Abschreibungen drohen.
Aufträge müssen folgen
Finanziell sieht sich das Unternehmen vorerst gerüstet. Die Barreserven von rund 1,4 Milliarden norwegischen Kronen reichen laut Vorstand bis zum Jahresende. Frisches Kapital über die Börse plant Nel kurzfristig nicht.
Jetzt muss der Konzern das Interesse der Industrie in feste Verträge umwandeln. Der CEO verhandelt aktuell über Projekte in Europa und Nordamerika. Am 15. Juli 2026 legt Nel seine Quartalszahlen vor. Dann erwarten Investoren konkrete Aufträge für die neue Plattform.
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