Nel ASA Aktie: CEO Volldal wechselt zu Elopak
Nel-CEO Volldal wechselt zu Elopak, Aktie fällt. Analysten senken Kursziele, Branchenumfeld belastet zusätzlich.

Kurz zusammengefasst
- CEO Volldal verlässt Wasserstofffirma
- Aktie verliert sechs Prozent in einer Woche
- Analysten senken Kursziele und Gewinnschätzungen
- Charttechnische Unterstützung bei 0,21 Euro
Nel ASA verliert seinen Steuermann. CEO Hakon Volldal verlässt den norwegischen Wasserstoff-Spezialisten in Richtung Elopak. Die Börse reagiert prompt mit Verkäufen. Auf Wochensicht verlor das Papier rund sechs Prozent und schloss am Freitag bei 0,22 Euro.
Volldal führte Nel durch eine Phase der industriellen Skalierung. Sein plötzlicher Abgang schafft nun strategische Unsicherheit. Das drückt auf den Kurs. Die Aktie notiert aktuell fast 39 Prozent unter ihrem Jahreshoch von Ende Mai. Die Gewinne aus dem Frühjahr schmelzen rasant ab.
Analysten streichen Kursziele zusammen
Parallel dazu wächst die Skepsis der Finanzprofis. Der Analystenkonsens dreht zunehmend auf „Reduzieren“. Gleich mehrere Großbanken haben ihre Erwartungen nach unten korrigiert. J.P. Morgan sieht das Ziel nun bei 2,90 Norwegischen Kronen. Morgan Stanley taxiert den Wert auf 2,00 Kronen.
Noch pessimistischer zeigen sich skandinavische Häuser. DNB und SEB rufen Kursziele von 1,50 beziehungsweise 1,60 Kronen aus. Auch die Gewinnschätzungen sinken. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten Experten nun einen Verlust von 0,27 Kronen je Aktie.
Branche unter Druck
Das schwache Umfeld belastet zusätzlich. Große institutionelle Investoren ziehen sich zunehmend aus kapitalintensiven grünen Energieprojekten zurück. Ehemalige Branchengrößen wie Ex-Ørsted-Chef Mads Nipper warnen vor erheblichen Hürden in der aktuellen Übergangsphase. Die Folge: anhaltender Verkaufsdruck.
Charttechnisch navigiert Nel ASA in einer Bärenphase. Der Kurs rutschte deutlich unter den kurzfristigen Durchschnitt. Ein kleiner Lichtblick bleibt. Die langfristige 200-Tage-Linie bei 0,21 Euro hält vorerst als Unterstützung. Der RSI-Indikator nähert sich mit einem Wert von 36,6 der überverkauften Zone.
Die kommenden Wochen definieren den weiteren Trend. Fällt der Kurs unter die 200-Tage-Linie, drohen weitere Abverkäufe in Richtung des Jahrestiefs von 0,17 Euro. Hält die Unterstützung, könnte die überverkaufte Lage eine technische Gegenreaktion auslösen. Zunächst muss das Unternehmen aber die offene Nachfolgefrage klären.
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