Nel ASA Aktie: Douglas County bestellt PEM-Elektrolyseur
Nel verzeichnet trotz rückläufiger Erlöse starke Kursgewinne dank US-Auftrag und neuer, günstigerer Elektrolyseur-Plattform.
Kurz zusammengefasst
- Kursplus von 34 Prozent in 30 Tagen
- Umsatzrückgang um fünf Prozent im Quartal
- US-Auftrag von öffentlichem Versorger gewonnen
- Neue Plattform verspricht deutlich niedrigere Kosten
Nel liefert Anlegern gerade zwei Geschichten auf einmal. Die Aktie läuft stark, weil neue Aufträge und eine Elektrolyseur-Plattform Fantasie schaffen. Der Haken: Die jüngsten Zahlen zeigen weiter schwache Erlöse.
Auf Tradegate legte der Wert am Donnerstag zeitweise auf 0,290 Euro zu. Der Schlusskurs lag bei 0,28 Euro. Über 30 Tage steht damit ein Plus von rund 34 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt der Zuwachs knapp 48 Prozent.
Schwache Zahlen, bessere Kosten
Im ersten Quartal sank der Umsatz aus Kundenverträgen auf 148 Millionen NOK. Das waren 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Das EBITDA lag bei minus 100 Millionen NOK, fiel aber besser aus als im Vergleichsquartal.
Beim Auftragsbestand bleibt der Befund gemischt. Er lag zum Quartalsende bei 1,113 Milliarden NOK, ein Rückgang um 24 Prozent. Die Kasse war mit rund 1,4 Milliarden NOK weiter solide gefüllt.
Nel kürzt auch die Kostenbasis. Die Belegschaft liegt 26 Prozent unter dem Höchststand. Die Personalkosten sanken im Quartal um 21 Prozent. Das passt zur Lage: weniger Wachstumseuphorie, mehr Fokus auf Durchhalten und Skalieren.
US-Auftrag mit Signalwirkung
Der Auftrag aus den USA hat strategisches Gewicht. Douglas County Public Utility District bestellte PEM-Elektrolyseur-Ausrüstung für ein Wasserstoffprojekt in Washington. Der Abschluss kam im April und bringt Nel einen neuen Kundentyp.
CCO Todd Cartwright nannte es die erste grüne Wasserstoffanlage, die Nel an einen öffentlichen Versorger verkauft hat. Die Anlage soll überschüssigen Strom aus Wasserkraft nutzen und das Netz stabilisieren. Der Start ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.
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Für Nel zählt daran nicht nur der Umsatz. Ein öffentlicher Versorger als Betreiber kann als Referenzkunde wirken. Gerade im Wasserstoffmarkt, der oft an Finanzierung und Projektverzögerungen hängt, sind solche Referenzen wertvoll.
Neue Plattform drückt Kosten
Noch wichtiger für die Bewertung könnte die neue alkalische Plattform werden. Nel verspricht 40 bis 60 Prozent niedrigere System-CAPEX gegenüber heute verfügbaren Lösungen. Für eine schlüsselfertige Anlage nennt der Konzern weniger als 1.450 Dollar je Kilowatt. Viele aktuelle Industrieprojekte liegen nahe 3.000 Dollar.
Das ist der Kern der Story. Wenn Nel die Kosten im Feld erreicht, verbessert sich die Wirtschaftlichkeit von grünem Wasserstoff spürbar. Die Plattform durchlief Volltests am Standort Herøya und ist nun für den kommerziellen Einsatz bereit.
Die Industrialisierung folgt auf die Investitionsentscheidung vom Dezember 2025. Herøya soll zunächst bis zu 1 Gigawatt pro Jahr schaffen. Die Roadmap reicht bis zu 4 Gigawatt. Eine erste Tranche aus einem EU-Zuschuss soll im laufenden Quartal fließen. Sie beläuft sich auf 11 Millionen Euro und stützt die Hochlaufphase.
CEO Håkon Volldal sprach von einem eher ruhigen ersten Quartal beim Auftragseingang. Für die PEM-Sparte verwies er aber auf einen Kaufauftrag im zweiten Quartal. Bis zum Halbjahresende erwartet er weitere mögliche Abschlüsse.
Der nächste harte Prüfpunkt ist der Halbjahresbericht am 15. Juli 2026. Dann zählen vor allem Auftragseingang, Cash-Abfluss und Fortschritte bei der neuen Plattform. Bis dahin trägt die Aktie die Erwartung, dass aus der Technikstory mehr kommerzieller Zug entsteht.
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