Nel ASA Aktie: Vor dem Wendepunkt?
Das norwegische Wasserstoffunternehmen meldet starken Auftragseingang und steht vor dem kommerziellen Start einer kostengünstigeren Plattform, während ein neuer Großaktionär strategisches Gewicht verleiht.

Kurz zusammengefasst
- Auftragseingang im Q4 um 364 Prozent gestiegen
- Kommerzieller Start neuer Elektrolyseur-Plattform für 2026
- Samsung Engineering ist größter Einzelaktionär
- Entscheidende Termine mit HV und Q1-Bericht im April
Nel ASA hat in den vergangenen Wochen eine bemerkenswerte Kurserholung hingelegt. Hinter der Rally steckt mehr als nur technische Gegenbewegung: Das norwegische Wasserstoffunternehmen steht unmittelbar vor zwei wichtigen Terminen und dem kommerziellen Start einer neuen Technologieplattform, die das Geschäftsmodell grundlegend verändern soll.
Starke Auftragslage trotz Umsatzrückgang
Die Zahlen für 2025 liefern ein widersprüchliches Bild. Der Gesamtumsatz sank um 31 % auf 963 Millionen NOK, und Abschreibungen auf ältere Produktionsanlagen beliefen sich auf 799 Millionen NOK — ein bewusstes Signal, dass Nel die Legacy-Technologie hinter sich lässt.
Das Auftragsgeschäft entwickelte sich dagegen deutlich besser. Im vierten Quartal stieg der Auftragseingang um 364 % auf 686 Millionen NOK, verglichen mit 148 Millionen NOK im Vorjahreszeitraum. Besonders heraus stach ein 40-Megawatt-PEM-Elektrolyseur-Auftrag von HYDS — nach eigenen Angaben der bisher größte PEM-Vertrag des Unternehmens nach Kapazität. Der Auftragsbestand kletterte bis Jahresende auf 1,319 Milliarden NOK, ein Plus von 34 % gegenüber dem Vorquartal.
Zum Jahreswechsel verfügte Nel über liquide Mittel von rund 1,6 Milliarden NOK — ausreichend, um die nächste Phase des Strategieplans zu finanzieren, wie das Management betont.
Neue Plattform, neuer Großaktionär
Im Mittelpunkt der Investorenaufmerksamkeit steht Nel’s Elektrolyseur der nächsten Generation. Nach sieben Jahren Entwicklung hat der Vorstand die finale Investitionsentscheidung getroffen: Am Standort Herøya soll eine Produktionskapazität von bis zu einem Gigawatt aufgebaut werden. Die erste Phase erfordert rund 300 Millionen NOK Investition, die zu etwa 60 % durch einen EU-Zuschuss von bis zu 135 Millionen Euro mitfinanziert wird. Langfristig soll Herøya eine jährliche Kapazität von vier Gigawatt erreichen.
Die neue Plattform verspricht einen um bis zu 80 % kleineren Systemfootprint und Kostensenkungen von 40 bis 60 % gegenüber dem Vorgänger. Der kommerzielle Start ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant, die Lieferfähigkeit in größerem Maßstab für 2027.
Strategisches Gewicht verleiht dem Ganzen die Beteiligung von Samsung Engineering & Construction: Das koreanische Unternehmen erwarb im März 2025 einen Anteil von 9,1 % für rund 33 Millionen US-Dollar und ist damit größter Einzelaktionär. Nel wurde dabei zum bevorzugten globalen Wasserstoffpartner ernannt — eine Allianz, die Samsung E&A ermöglicht, schlüsselfertige Wasserstoffanlagen mit Nel-Elektrolyseuren anzubieten.
Zwei Termine im April entscheiden
Am 10. April findet die Hauptversammlung 2026 als rein digitale Veranstaltung statt. Nur zwölf Tage später, am 22. April, folgt der Quartalsbericht für Q1 2026. Bemerkenswert: Die Hauptversammlung fällt genau in den Beginn der zweiwöchigen Stillhalteperiode, in der das Management keine Investorengespräche führt.
Der Halbjahresbericht im Juli dürfte dann zeigen, ob der starke Auftragsbestand tatsächlich in nachhaltige Umsätze umgewandelt werden kann — und ob der kommerzielle Launch der neuen Plattform planmäßig verläuft.
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