Nel ASA: Pressurized-Alkaline-Start am 6. Mai
Der Wasserstoffspezialist Nel ASA meldet sinkende Umsätze, aber geringere operative Verluste. Der Auftragseingang brach jedoch massiv ein, wird aber durch einen hohen Bestand und liquide Mittel abgefedert.

Kurz zusammengefasst
- Operatives Ergebnis verbessert sich deutlich
- Auftragseingang stürzt um 73 Prozent ab
- Hoher Auftragsbestand sichert Einnahmen
- Wichtiger Produktstart für neue Plattform im Mai
Weniger Umsatz, aber kleinere Verluste. Bei Nel ASA zeigt das erste Quartal 2026 ein gemischtes Bild. Der norwegische Wasserstoff-Spezialist schrumpft operativ leicht. Dafür bekommt das Management die Kosten besser in den Griff.
Die Einnahmen sanken im Jahresvergleich um fünf Prozent. Am Ende standen 148 Millionen Norwegische Kronen in den Büchern. Das operative Ergebnis verbesserte sich indes auf minus 100 Millionen Kronen.
Auch unter dem Strich machte das Unternehmen Fortschritte. Der Nettoverlust schrumpfte spürbar. Die beiden Geschäftsbereiche entwickelten sich dabei völlig unterschiedlich. Während die Alkaline-Sparte um sechs Prozent wuchs, brach das PEM-Geschäft zweistellig ein.
Auftragsflaute trifft auf dickes Polster
Ein echter Schwachpunkt bleibt das Neugeschäft. Der Auftragseingang stürzte um 73 Prozent auf 85 Millionen Kronen ab. Ein harter Rückschlag. Der bestehende Auftragsbestand federt diesen Schock jedoch ab. Er liegt weiterhin bei über einer Milliarde Kronen.
Dieses Polster sichert die kurzfristigen Einnahmen. Parallel dazu verfügt Nel über liquide Mittel von rund 1,4 Milliarden Kronen. Im zweiten Quartal fließt zusätzlich ein EU-Zuschuss in Millionenhöhe. Das verschafft Nel ausreichend Zeit. Der Konzern kann die Produktion ohne akuten Finanzierungsdruck hochfahren.
An der Börse reagieren Anleger gelassen. Die Aktie pendelt aktuell um die Marke von 0,20 Euro. Damit notiert das Papier exakt auf der 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht ein leichtes Plus auf der Anzeigetafel.
Wichtiger Produktstart im Mai
Operativ meldet das Management einen wichtigen Meilenstein. In Südkorea ging die erste netzunabhängige Anlage für grünen Wasserstoff ans Netz. Dieser Schritt beweist die Machbarkeit der Technologie im großen Stil. Der eigentliche Fokus liegt nun auf dem 6. Mai 2026. Dann präsentiert Nel seine neue Druck-Alkaline-Plattform.
Diese nächste Generation von Elektrolyseuren entsteht am norwegischen Standort Herøya. Sie bildet das Rückgrat der zukünftigen Vertriebsstrategie. Das Ziel: eine jährliche Produktionskapazität von bis zu vier Gigawatt. Der EU-Innovationsfonds fördert das Projekt massiv.
Das Management rechnet im laufenden Jahr mit mehr finalen Investitionsentscheidungen der Kunden als im Vorjahr. Das Momentum soll sich bis 2028 weiter aufbauen. Die Markteinführung am 6. Mai liefert den nächsten harten Datenpunkt. Dann muss das Unternehmen beweisen, dass die neue Technologie die aktuelle Auftragsflaute beenden kann.
Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 23. April liefert die Antwort:
Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...