Nel ASA: USD 7 Millionen PEM-Auftrag von US-Versorger
Nel ASA reduziert den Nettoverlust durch Kostensenkungen, leidet aber unter einem massiven Rückgang des Auftragseingangs um 73 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Nettoverlust um 20 Prozent gesenkt
- Auftragseingang bricht um 73 Prozent ein
- Erster US-Auftrag für PEM-Sparte
- Neue Alkali-Plattform birgt Risiken
Nel ASA liefert derzeit ein paradoxes Bild. Während der Auftragsbestand massiv schrumpft, treiben Anleger die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 0,30 Euro. Der norwegische Wasserstoff-Spezialist profitiert von einem harten Sparkurs, kämpft aber mit einer gefährlichen Nachfragelücke.
Harter Schnitt zeigt Wirkung
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 belegen den Erfolg der internen Umstrukturierung. Das Management hat die Belegschaft deutlich reduziert. Entsprechend fielen die Personalkosten im Jahresvergleich um 21 Prozent. Diese Verschlankung schlägt direkt auf das Ergebnis durch. Der Nettoverlust verringerte sich auf 144 Millionen Norwegische Kronen, nach 179 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Der operative Mittelabfluss bleibt vorerst abgefedert. Nel verfügt über Barreserven von rund 1,4 Milliarden Kronen. Diese Liquidität reicht laut Unternehmensangaben aus, um den Betrieb bis Ende 2026 zu finanzieren. Hinzu kommt im zweiten Quartal eine erwartete Zahlung aus dem EU-Innovationsfonds in Höhe von elf Millionen Euro.
Leere Bücher und ein technologischer Neustart
Trotz der Kostendisziplin steht die Nachfrageseite unter enormem Druck. Der Auftragseingang brach im ersten Quartal um 73 Prozent auf 85 Millionen Kronen ein. Folglich schrumpfte der gesamte Auftragsbestand auf 1,1 Milliarden Kronen.
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Ein Lichtblick kommt aus den USA. Die PEM-Sparte sicherte sich kürzlich einen Auftrag über sieben Millionen US-Dollar von einem öffentlichen Versorger. Das Projekt markiert eine Premiere für Nel, da erstmals ein öffentlicher Versorger als Betreiber auftritt. Die Anlage soll ab der ersten Jahreshälfte 2027 überschüssigen Strom aus Wasserkraft zur Wasserstoffproduktion nutzen.
Parallel dazu ruhen die Hoffnungen auf einer neuen, modularen Alkali-Plattform. Das System ist für den Außenbetrieb konzipiert und soll Installationskosten drastisch senken. Dieser Strategiewechsel birgt allerdings finanzielle Risiken. Die bisherigen Produktionslinien für atmosphärische Alkali-Elektrolyseure in Herøya stehen derzeit still. Der Start der neuen Plattform könnte hier Abschreibungen auf die alten Anlagen auslösen und die Bilanz belasten.
Am Aktienmarkt wird diese operative Schwäche derzeit komplett ausgeblendet. Allein in der vergangenen Woche kletterte der Kurs um knapp 37 Prozent. Analysten bewerten die Papiere indes mehrheitlich mit „Sell“ und sehen das durchschnittliche Kursziel bei lediglich 2,14 Kronen. Der nächste harte Realitätsabgleich für die Bewertung folgt am 15. Juli mit der Publikation der Halbjahreszahlen.
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