Nel ASA: USD 7 Millionen PEM-Order von Mesure Process
Nel ASA reduziert seinen Nettoverlust im ersten Quartal, während der Fokus auf Energiesicherheit und Rüstung den Aktienkurs antreibt.

Kurz zusammengefasst
- Nettoverlust auf 144 Mio. NOK gesunken
- Umsatz leicht um fünf Prozent gefallen
- Neuer Auftrag über sieben Mio. Dollar
- Strategische Neuausrichtung auf Rüstung
Schwacher Auftragseingang und sinkende Umsätze. Eigentlich sind das keine guten Nachrichten für ein Wasserstoffunternehmen. Bei Nel ASA reagiert der Markt am Montag dennoch mit einem Kurssprung von fast sieben Prozent auf 0,23 Euro. Der Grund liegt abseits der reinen Quartalszahlen. Das norwegische Management positioniert seine Elektrolyseure neuerdings als Lösung für nationale Sicherheit und Rüstung.
Bessere Margen trotz Umsatzrückgang
Im ersten Quartal 2026 verbuchte Nel einen Nettoverlust von 144 Millionen Norwegischen Kronen (NOK). Damit schrumpfte das Minus im Vergleich zum Vorjahr spürbar. Auch das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich auf minus 100 Millionen NOK.
Der Umsatz fiel derweil leicht um fünf Prozent auf 148 Millionen NOK. Die Segmente entwickelten sich dabei unterschiedlich. Die Sparte für alkalische Elektrolyseure wuchs leicht. Das Geschäft mit PEM-Anlagen schrumpfte hingegen im zweistelligen Prozentbereich. Das Finanzpolster bleibt mit rund 1,4 Milliarden NOK komfortabel.
Schwacher Jahresstart, neuer Auftrag
Der Auftragseingang enttäuschte zunächst. Lediglich 85 Millionen NOK sammelte Nel im ersten Quartal ein. Der Auftragsbestand sank dadurch um 24 Prozent auf gut 1,1 Milliarden NOK. CEO Håkon Volldal räumte den ruhigen Jahresstart ein. Er betonte aber, dass Nel seine Projekte effizienter abwickelt. Die Folge: Die Margen steigen.
Für das zweite Quartal meldet das Management bereits neuen Schwung. Die US-Tochter sicherte sich einen Folgeauftrag über rund sieben Millionen US-Dollar. Der Kunde Mesure Process bestellt containerbasierte PEM-Elektrolyseure für ein europäisches Wasserstoffprojekt. Ab 2027 sollen die Anlagen Wasserstofftankstellen und die Industrie versorgen.
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Geopolitik treibt die Aktie
Abseits der Zahlen ändert Nel seine strategische Erzählung. Volldal betonte bei der Präsentation die wachsende Bedeutung von Energiesicherheit. Dezentrale Energieproduktion und rüstungsnahe Anwendungen rücken in den Fokus. Wasserstoff wird hier zum strategischen Werkzeug für Regierungen.
Diese Neuausrichtung kommt an der Börse gut an. Auf Monatssicht hat die Aktie bereits fast 25 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 22 Prozent auf der Kurstafel. Das 52-Wochen-Hoch bei 0,25 Euro rückt damit in greifbare Nähe.
Operativ geht der Blick nun auf den 6. Mai. Dann bringt Nel seine neue Technologieplattform für druckbasierte alkalische Elektrolyseure auf den Markt. Die nächsten Finanzdaten folgen mit dem Halbjahresbericht am 15. Juli.
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