Nemetschek Aktie: 35,4% SaaS-Wachstum stützt nicht
Nemetschek verzeichnet solides Quartalswachstum, der Aktienkurs fällt jedoch weiter und bleibt nahe am Jahrestief.
Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt um 3,6 Prozent
- Umsatz steigt auf 313 Millionen Euro
- Cloud-Geschäft wächst stark
- KGV von 30 über Branchenschnitt
Nemetschek kommt an der Börse weiter nicht zur Ruhe. Die Aktie fiel am Mittwoch um 3,59 Prozent auf 59,05 Euro und rutschte damit wieder näher an ihr jüngstes Tief heran. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 34,64 Prozent.
Solide Zahlen, schwacher Kurs
Operativ liefert der Bausoftware-Anbieter zwar Wachstum. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 313,1 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 0,52 Euro nach 0,39 Euro im Vorjahr.
Besonders stark entwickelte sich das SaaS- und Subskriptionsgeschäft. Währungsbereinigt legten diese Erlöse um 35,4 Prozent zu. Das zeigt, dass die Umstellung auf wiederkehrende Einnahmen vorankommt.
Der Markt honoriert das bislang kaum. Der Kurs liegt rund 57 Prozent unter dem Hoch aus dem Sommer 2025 und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Der Abstand zu diesem Trendindikator beträgt 32,47 Prozent.
Bewertung bleibt der Knackpunkt
Hinzu kommt die hohe Bewertung. Mit einem KGV von 30 wirkt die Aktie im Vergleich zu Peers teuer. Der Durchschnitt der Vergleichsunternehmen liegt bei 16,3.
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Auch die Analysten sehen erhebliches Aufholpotenzial. Im Mittel taxieren sie den fairen Wert auf 93,38 Euro. Vom aktuellen Kurs aus wäre das ein weiter Weg.
Kurzfristig spricht das Bild allerdings weiter für Vorsicht am Markt. Der RSI von 78,5 deutet auf eine überhitzte Lage hin, die Volatilität bleibt mit 52,89 Prozent hoch. Die Aktie notiert nur 2,52 Prozent über dem 52-Wochen-Tief.
Nächster Termin im Juli
Spannend wird das nächste Quartalsergebnis, das voraussichtlich im Juli 2026 kommt. Dann zeigt sich, ob Nemetschek das Cloud-Wachstum auch stärker in Gewinne übersetzen kann. Parallel dazu bereitet die Tochter ALLPLAN für Juni den virtuellen „Global Infrastructure Digital Summit“ vor, mit Fokus auf BIM-Workflows und digitale Infrastrukturprojekte.
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