Neo Performance Aktie: EBITDA-Prognose auf 150 Millionen angehoben
Neo Performance meldet Rekord-EBITDA und hebt die Jahresprognose deutlich an. Trotz starker Zahlen fällt die Aktie nach Gewinnmitnahmen.

Kurz zusammengefasst
- Rekord-EBITDA von 57 Mio. Dollar
- Prognose auf 140-150 Mio. Dollar angehoben
- Aktie trotz starker Zahlen gefallen
- Europäisches Magnetwerk im Zeitplan
Neo Performance Materials hat am Dienstag die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vorgelegt – und gleich die Latte für das Gesamtjahr höher gelegt. Das Unternehmen meldete ein Rekord-EBITDA von 57 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 205,7 Millionen US-Dollar.
Auf Basis dieser Entwicklung hob Neo Performance die Prognose für das bereinigte EBITDA 2026 von zuvor 100 bis 110 Millionen auf nun 140 bis 150 Millionen US-Dollar an.
Starkes erstes Halbjahr als Fundament
Für die ersten sechs Monate 2026 wies Neo Performance einen Umsatz von 360,71 Millionen US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 93,264 Millionen US-Dollar aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im zweiten Quartal bei 0,55 US-Dollar, der bereinigte Nettogewinn erreichte 23,694 Millionen US-Dollar.
Medienberichten zufolge wurde für das Quartal auch ein leicht abweichender bereinigter Gewinn je Aktie von 0,51 US-Dollar genannt – die Unternehmensangabe von 0,55 US-Dollar bildet die maßgebliche Referenz.
Das Management begründete die angehobene Guidance auch mit der Stärke des Geschäfts mit seltenen Metallen. Bei anhaltend starker Nachfrage nach Hafnium, Gallium und Tantal könnte das Unternehmen die neue Zielspanne sogar übertreffen, hieß es beim Earnings Call.
Parallel dazu bestätigte Neo Performance den Zeitplan für sein europäisches Werk für Permanentmagnete: Zwei bis drei Kundenprogramme sollen bis Jahresende die kommerzielle Produktion erreichen, während Phase I-B die Kapazität von 2.000 auf 5.000 Tonnen ausbauen soll.
Kursreaktion fällt trotz Rekordzahlen negativ aus
Trotz der positiven Nachrichtenlage reagierte der Markt zunächst mit Gewinnmitnahmen. Nach der Präsentation gaben die Aktien im US-Handel nach, im vorbörslichen Handel wurde ein Rückgang von rund drei Prozent gemeldet. Dieses Muster – starke operative Zahlen bei gleichzeitigem Kursrückgang – setzte sich in den Tagen danach fort: Binnen sieben Handelstagen verlor der Titel 12 Prozent, auf Monatssicht summiert sich das Minus auf 13 Prozent.
Der aktuelle Kurs von 22,96 Euro liegt damit ein Viertel unter dem 52-Wochen-Hoch von 30,50 Euro, das erst am 11. August erreicht wurde – also am Tag der Zahlenvorlage selbst. Die Diskrepanz zwischen dem kurzfristigen Rücksetzer und der langfristigen Kursentwicklung bleibt bemerkenswert: Seit Jahresbeginn steht für die Aktie noch immer ein Plus von 137 Prozent zu Buche.
Einordnung für Anleger
Die Bewegung der vergangenen Tage liest sich damit weniger als Zweifel am Geschäftsmodell denn als klassische Gewinnmitnahme nach einer Kursrallye, die dem Titel binnen zwölf Monaten mehr als eine Verdopplung beschert hatte.
Fundamental hat sich die Ausgangslage durch die angehobene Guidance und den planmäßigen Ausbau der Magnetfertigung eher verbessert. Ob der Markt diese Einschätzung teilt, dürfte sich zeigen, sobald die zweite Jahreshälfte erste konkrete Fortschritte beim europäischen Werk liefert.
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