Neo Performance Aktie: Jefferies stuft auf Strong Buy hoch
Neo Performance meldet eine neue Magnetfertigung in Estland und vereinbart Bezugsrechte für Seltene Erden aus Südafrika.

Kurz zusammengefasst
- Jefferies vergibt die Einstufung Strong Buy
- Aktie seit Jahresbeginn 109 Prozent höher
- Absichtserklärung zu südafrikanischem Phalaborwa-Projekt
- Serienfertigung in Estland hat begonnen
Der kanadische Spezialwerkstoffhersteller Neo Performance Materials verzeichnet Rückenwind an den Finanzmärkten. Am Samstag stufte die Jefferies Financial Group den Titel Medienberichten zufolge auf „Strong Buy“ hoch. Das positive Votum schließt an eine Reihe operativer Meilensteine an, mit denen das Unternehmen seine Position in der westlichen Wertschöpfungskette für Magnetmaterialien stärkt.
An der Börse spiegelte sich die operative Entwicklung im Jahresverlauf bereits deutlich wider. Die Aktie von Neo Performance schloss am Freitag bei einem Niveau von 20,26 Euro. Damit verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 109 Prozent.
Partnerschaft sichert Zugang zu Seltenen Erden
Wesentlicher Treiber für das Vertrauen der Marktteilnehmer sind die Fortschritte bei der Rohstoffabsicherung. Am Donnerstag unterzeichnete Neo Performance eine Absichtserklärung mit Rainbow Rare Earths bezüglich des Phalaborwa-Projekts in Südafrika. Im Rahmen der Vereinbarung bringt Neo technische Unterstützung sowie Entwurfsvorgaben für den finalen Lösungsmittel-Extraktionskreislauf der Verarbeitungsanlage ein.
Als Gegenleistung für diese technische Expertise sichert sich das Unternehmen substanzielle Bezugsrechte für die künftige Produktion. Neo Performance erhält demnach Zugriff auf 40 Prozent der jährlichen Fördermenge an getrenntem Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr). Zusätzlich umfasst die Vereinbarung 65 Prozent der Ausbeute an gemischtem SEG+-Schweren-Seltenerd-Karbonat.
Die Preisgestaltung für die Lieferungen soll marktüblichen Konditionen entsprechen und sich an den relevanten Branchenindizes für Seltene Erden orientieren. Für Rainbow Rare Earths ebnet die Zusammenarbeit den Weg zu einer Machbarkeitsstudie im vierten Quartal.
Kommerzielle Fertigung in Estland hochgefahren
Die Rohstoffsicherung dient vor allem der Versorgung der unternehmenseigenen Weiterverarbeitung. Bereits am 14. September meldete Neo Performance den Beginn der kommerziellen Serienfertigung in seinem neuen europäischen Werk für Permanentmagnete in Estland. Die ersten gesinterten Seltenerd-Magnete wurden an einen Tier-1-Zulieferer für Elektrofahrzeug-Traktionsmotoren ausgeliefert.
Die Anlage markiert einen strategischen Schritt, um die europäische Automobilindustrie unabhängiger von asiatischen Lieferketten zu machen. Neo Performance kündigte an, dass vor dem Ende des Jahres 2026 zwei bis drei zusätzliche Magnetprogramme in die kommerzielle Fertigung übergehen sollen.
In der Ausbaustufe Phase 1A verfügt der estnische Standort über eine Nennkapazität von rund 2.000 Tonnen pro Jahr. Eine geplante Erweiterung im Rahmen von Phase 1B soll die Jahreskapazität künftig auf rund 5.000 Tonnen anheben.
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