Der Schweizer Lebensmittelriese hat heute mit seinen Quartalszahlen positiv überrascht – und gleichzeitig eine strategische Weichenstellung verkündet. Das Mengenwachstum im vierten Quartal übertraf die Erwartungen, und Nestle kündigte an, sich von seinem Eiscremegeschäft zu trennen. Die Aktie legte daraufhin um rund 3 Prozent zu und stützte den SMI.
Überraschend starkes Wachstum
Die Zahlen für das vierte Quartal fielen besser aus als von Analysten erwartet. Barclays-Analyst Warren Ackerman hob hervor, dass das reale interne Wachstum (RIG) trotz einiger Verschiebungen positiv überraschte. Auch der Ausblick auf 2026 fiel optimistischer aus als gedacht: Nestle peilt ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent an – was eines der solidesten Jahre seit längerem wäre.
Michael Field, Chef-Aktienstratege für Europa bei Morningstar, interpretiert die Zahlen als klares Signal: „Die großen Marken sind quicklebendig, und die Verbraucher kaufen sie wieder in gesundem Tempo.“ Die Betriebsmargen sollen dabei stabil bleiben – genau das, was Investoren hören wollen.
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Eiscremegeschäft wird abgestoßen
Parallel zu den Quartalszahlen gab Nestle bekannt, sein Eiscremegeschäft verkaufen zu wollen. Die Sparte umfasst Marken wie Mövenpick oder Häagen-Dazs. Der Schritt passt zur Strategie des Konzerns, sich auf profitablere Kernbereiche zu konzentrieren. Details zum Verkaufsprozess oder möglichen Käufern nannte das Unternehmen zunächst nicht.
Barclays bestätigte nach den Zahlen seine „Equal Weight“-Einstufung mit einem Kursziel von 80 Franken. Ackerman warnte allerdings, dass im ersten Quartal 2026 mit Belastungen durch Einmaleffekte zu rechnen sei – vermutlich im Zusammenhang mit der Abspaltung des Eiscremegeschäfts.
Die positive Reaktion der Märkte zeigt: Investoren honorieren die Kombination aus solidem Wachstum und strategischer Fokussierung. Nestle scheint nach schwächeren Phasen wieder Tritt zu fassen.
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