Netflix: $1.23 EPS schlägt Konsens deutlich
Netflix übertrifft die Gewinnerwartungen im ersten Quartal, doch der vorsichtige Ausblick auf Q2 lässt die Aktie fallen. Ein milliardenschwerer Aktienrückkauf soll den Kurs stützen.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn je Aktie übertrifft Prognosen
- Vorsichtiger Q2-Ausblick belastet Aktie
- 25 Milliarden Dollar Aktienrückkauf angekündigt
- Werbefinanzierter Tarif treibt Neuanmeldungen
Besser als erwartet und trotzdem abgestraft — Netflix lieferte im ersten Quartal 2026 solide Ergebnisse, doch der vorsichtige Ausblick ließ die Aktie in den Wochen danach deutlich nachgeben. Am Freitag, dem 24. April, schloss das Papier bei 92,44 Dollar.
Starkes Quartal, schwache Prognose
Die Zahlen für Q1 2026 überzeugten: Der Gewinn je Aktie lag bei 1,23 Dollar — weit über dem Analystenkonsens von 0,76 Dollar. Der Umsatz kletterte um 16,2 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen leicht.
Was Anleger dennoch verschreckte, war der Ausblick auf das zweite Quartal. Netflix erwartet für Q2 einen Gewinn je Aktie von 0,78 Dollar — unter den zuvor antizipierten 0,84 Dollar. Das prognostizierte Umsatzwachstum von 13 Prozent liegt ebenfalls knapp unter dem, was Analysten erhofft hatten. Seit dem Earnings-Report am 16. April hat die Aktie rund 10,8 Prozent verloren.
Milliarden-Rückkauf als Gegenpol
Als Reaktion auf den Kursrückgang genehmigte der Verwaltungsrat am 22. April ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Milliarden Dollar — ohne festes Ablaufdatum. Hinzu kommen noch 6,8 Milliarden Dollar aus einem früheren Programm, das im Dezember 2024 aufgelegt wurde.
Strategisch rückt Netflix vom reinen Wachstum bei Abonnentenzahlen ab. Der werbefinanzierte Tarif macht inzwischen über 60 Prozent der Neuanmeldungen in entsprechenden Märkten aus. Für 2026 peilt das Unternehmen rund 3 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen an — eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Das Inhaltsbudget für das laufende Jahr beläuft sich auf rund 20 Milliarden Dollar.
Bemerkenswert auch: Netflix zog sich aus einem Bieterprozess um Streaming-Assets von Warner Bros. Discovery zurück und kassierte dafür eine Abstandszahlung von 2,8 Milliarden Dollar.
Hastings-Abgang und Analystenbild
Zum strategischen Wandel gesellt sich ein personeller Einschnitt. Mitgründer und Verwaltungsratsvorsitzender Reed Hastings hat angekündigt, im Juni 2026 nicht mehr für den Board zu kandidieren — das Ende einer fast 30-jährigen Ära.
JPMorgan hält an seiner Kaufempfehlung fest, senkte das Kursziel jedoch von 115 auf 112 Dollar und verwies auf das schwächere Quartalsziel. Der Konsens von 51 Analysten liegt bei einem Kursziel von 114,53 Dollar, die Gesamtbewertung bleibt „Moderater Kauf“. Aktuell notiert die Aktie rund 31 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 134,12 Dollar.
Der entscheidende Prüfstein für den Rest des Jahres: Netflix hat sich eine operative Marge von 31,5 Prozent für 2026 vorgenommen — in einem Umfeld steigender Inhaltskosten und wachsenden Wettbewerbsdrucks. Die Q2-Zahlen werden zeigen, ob die Prognose zu konservativ war oder ob der Markt die Abschwächung zu Recht eingepreist hat.
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