Netflix Aktie: Deal in Gefahr?

Der geplante Milliardenkauf von Warner Bros. Discovery durch Netflix steht auf der Kippe. Ein aktivistischer Investor lehnt das Angebot ab und favorisiert ein höheres Konkurrenzangebot von Paramount.

Felix Baarz ·
Netflix Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktivist Ancora Holdings stimmt gegen Netflix-Übernahme
  • Paramount bietet höheres Barangebot für Warner-Aktien
  • Netflix-Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Regulatorische Bedenken vor marktbeherrschender Stellung

Der Streaming-Gigant gerät zunehmend unter Druck. Mit Ancora Holdings stellt sich ein aktivistischer Investor offen gegen die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery und bezeichnet das Angebot als unzureichend. Während die Aktie auf ein neues Jahrestief rutscht, stellt sich die Frage: Kippt der Mega-Deal auf der Zielgeraden?

Neuer Gegner im Übernahmekampf

Der Einstieg von Ancora Holdings bringt massive Unruhe in die ohnehin komplexe Transaktion. Die Investmentfirma, die nun eine Beteiligung von rund 200 Millionen US-Dollar an Warner Bros. Discovery hält, kündigte am Mittwoch an, gegen die 82,7 Milliarden US-Dollar schwere Offerte von Netflix zu stimmen.

Die Argumentation des Investors wiegt schwer: Das konkurrierende Barangebot von Paramount in Höhe von 30 US-Dollar pro Aktie biete den Aktionären einen höheren sofortigen Wert als der Netflix-Deal. Zudem warnt Ancora vor erheblichen regulatorischen Risiken und Unsicherheiten bei der geplanten Abspaltung der Kabel-Assets. Diese Positionierung erfolgt nur einen Tag, nachdem Paramount sein feindliches Angebot nachbessertes und anbot, eine potenzielle Abfindungszahlung von 2,8 Milliarden US-Dollar an Netflix zu übernehmen, sollten die Warner-Aktionäre wechseln.

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Aktie sucht Boden

An der Börse hinterlässt die Unsicherheit tiefe Spuren. Die Netflix-Aktie fiel in dieser Woche auf ein neues 52-Wochen-Tief im Bereich von 79 bis 80 US-Dollar. Dies entspricht einem Kursverlust von rund 30 Prozent gegenüber den Höchstständen im Juni 2025. Trotz des Abverkaufs zeigen Daten von Charles Schwab, dass Privatanleger die tiefen Kurse für Einstiege nutzen, was auf eine anhaltende Hoffnung im Retail-Sektor hindeutet.

Zusätzliche Nervosität verursacht die kartellrechtliche Prüfung. Das US-Justizministerium untersucht die Geschäftspraktiken von Netflix im Kontext der Fusion genau. Kritiker wie Ancora weisen darauf hin, dass ein zusammengeschlossener Konzern mit rund einer halben Milliarde Abonnenten eine marktbeherrschende Stellung einnehmen würde.

Die Entscheidung rückt näher. Obwohl Warner Bros. Discovery angab, dass in vorläufigen Umfragen über 93 Prozent der Aktionäre das Paramount-Angebot ablehnten, könnte die Intervention von Ancora die Stimmung bei den unentschlossenen Investoren noch beeinflussen. Die endgültige Richtung wird spätestens bei der Aktionärsabstimmung erwartet, die bis April 2026 angesetzt ist.

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Netflix Aktie

74,07 EUR

– 0,34 EUR -0,46 %
KGV 28,22
Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 368,35 Mrd. EUR
ISIN: US64110L1061 WKN: 552484

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