Netflix steht kurz vor dem Abschluss der Warner Bros. Discovery-Übernahme – doch eine Hintertür für einen Gegenbieterwettstreit bleibt vorerst noch offen. Am 17. Februar hat Warner Bros. Discovery die Aktionärsversammlung für den 20. März angesetzt. Gleichzeitig erhielt der Konzern eine Wochenfrist, um mit Paramount Skydance über ein verbessertes Angebot zu verhandeln.
Wichtige Fakten im Überblick:
- Aktionärsabstimmung am 20. März 2026
- Netflix bietet 27,75 Dollar je Aktie in bar
- Paramount Skydance signalisiert 31 Dollar je Aktie
- Warner-Vorstand empfiehlt Netflix-Offerte
- Verhandlungsfrist endet am 23. Februar
Die Konkurrenzofferte
Paramount Skydance hat ein feindliches Übernahmeangebot von 30 Dollar je Aktie vorgelegt. Laut Regulierungsunterlagen deutete ein Vertreter des Konsortiums gegenüber dem Warner-Vorstand an, den Preis auf 31 Dollar zu erhöhen, sollten formelle Gespräche wieder aufgenommen werden. Zusätzlich bietet Paramount 2,8 Milliarden Dollar zur Deckung der Netflix-Vertragsstrafe sowie eine vierteljährliche Gebühr bei Verzögerungen.
Trotz des höheren Preises lehnt der Warner-Vorstand das Angebot ab. Die Begründung: zu hohe Finanzierungs- und Ausführungsrisiken.
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Netflix kontert mit Regulierungsargument
Netflix verteidigt seinen Deal mit dem Argument des vertikalen Zusammenschlusses. Das Unternehmen verweist auf die nach eigener Einschätzung klarere kartellrechtliche Genehmigungsfähigkeit. Zudem warnt Netflix vor der Schuldenlast der Paramount-Alternative: Nach der Fusion würden sich die Pro-forma-Schulden auf 84 Milliarden Dollar summieren. Um das Geschäft rentabel zu führen, wären Kosteneinsparungen von rund 16 Milliarden Dollar nötig – ein aus Netflix-Sicht kaum realistisches Szenario.
Finanzielle Rahmenbedingungen
Der Übernahmekampf findet in einem anspruchsvollen Umfeld statt. Netflix meldete für das vierte Quartal 2025 Umsätze von 12,05 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Die Aktie notiert jedoch deutlich unter ihren Juni-Hochs. Um die Warner-Übernahme und weiteres Content-Wachstum zu finanzieren, hat Netflix sein Aktienrückkaufprogramm pausiert. Parallel dazu straffte das Unternehmen Mitte Februar seine Produktsparte und strich mehrere Dutzend Stellen – weniger als ein Prozent der Abteilungsmitarbeiter.
Die Entscheidung fällt spätestens am 20. März, wenn die Warner-Aktionäre abstimmen. Bis zum 23. Februar bleibt jedoch die Frage offen, ob Paramount Skydance seine Offerte tatsächlich auf 31 Dollar erhöht und ob dies ausreicht, um den Warner-Vorstand umzustimmen.
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