Netflix Aktie: Globo-Deal rettet den Tag?

Das Lizenzpaket umfasst 18 Globo-Titel; zugleich plant Netflix den Abbau von etwa 1.000 Stellen.

Redaktion Stock-World ·
Professionelles Studio-Set mit atmosphärischer Beleuchtung für die Film- und Streaming-Branche. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Größtes Lizenzabkommen mit Globo vereinbart
  • 18 Titel ab Dezember schrittweise verfügbar
  • Rund 1.000 Stellen sollen entfallen
  • Peter Rice übernimmt am 26. Oktober

Netflix baut sein Programmangebot durch eine Vereinbarung mit dem brasilianischen Medienkonzern Globo aus. Beide Unternehmen verständigten sich heute auf das bisher größte Lizenzabkommen ihrer Zusammenarbeit. Die Netflix-Aktie notiert im heutigen Handel bei 62,18 Euro, was einem Minus von 0,9 Prozent entspricht.

Inhalte-Offensive in regionalen Märkten

Die Kooperation umfasst 18 Titel aus dem Portfolio von Globo. Vorgesehen sind 14 Spielfilme, drei Telenovelas sowie eine Serie. Die Veröffentlichung auf der Streaming-Plattform soll ab Dezember schrittweise erfolgen und bis Mitte 2027 über die lizenzierten Regionen ausgerollt werden.

Der Zukauf folgt auf weitere Schritte zur regionalen Programmerweiterung. Am 13. Oktober sicherte sich Netflix die exklusiven Übertragungsrechte für alle 104 Partien der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 in Spanien und Andorra.

In Spanien wird dabei eine Begegnung pro Spieltag kostenlos zugänglich sein. Ein Paket mit allen Spielen der spanischen Nationalmannschaft, beiden Halbfinals und dem Finale soll an einen frei empfangbaren nationalen Sender lizenziert werden.

Zurückhaltung vor Quartalszahlen

Trotz der Programmerweiterungen blicken Anleger mit Skepsis auf die anstehende Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das dritte Quartal 2026. Laut Reuters suchen Investoren nach Belegen für anhaltendes Wachstum. Marktbeobachter verweisen dabei auf Anzeichen für ein nachlassendes Nutzerengagement sowie steigende Kündigungsraten in den USA.

Diese Sorgen spiegeln sich in jüngsten Analystenkommentaren wider. Bei Wedbush senkte Analystin Alicia Reese am 16. Oktober das Kursziel von 105 $ auf 90 $, behielt die Einstufung Outperform jedoch bei. Huber Research stufte den Titel am 13. Oktober von Overweight auf Underweight herab und reduzierte das Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten von 85 $ auf 70 $.

Sparmaßnahmen und personeller Umbau

Parallel zu den Zukäufen setzt der Konzern den Rotstift an. Laut Reuters plant Netflix den Abbau von rund sechs Prozent seiner Belegschaft. Das entspricht etwa 1.000 Arbeitsplätzen. Der Stellenabbau konzentriert sich vor allem auf die Abteilungen Produkt, Technologie, Recht sowie das Personalwesen.

Zudem steht ein Stabwechsel an der kreativen Spitze an. Peter Rice übernimmt mit Wirkung zum 26. Oktober den Posten des Chief Content Officer. Er folgt auf Bela Bajaria, die das Unternehmen nach fast zehn Jahren verlässt.

Zusätzliche Unsicherheit droht aus Brüssel: Ein Gesetzentwurf der Europäischen Kommission sieht vor, die Content-Delivery-Netzwerke von Streaming-Anbietern den europäischen Telekommunikationsregeln zu unterwerfen, während reine Streaming-Dienste davon ausgenommen bleiben sollen.

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Netflix Aktie

62,29 EUR

– 0,47 EUR -0,75 %
KGV 22,18
KUV 6,16
Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 298,01 Mrd. USD
Ø Kursziel 92,55 USD
ISIN: US64110L1061 WKN: 552484

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