Netflix Aktie: IMAX-Übernahme im Gespräch
Netflix erwägt wohl IMAX-Kauf, startet Live-Programm und kämpft mit neuen Regularien in Kanada.

Kurz zusammengefasst
- Möglicher Milliarden-Deal mit IMAX
- Start täglicher Live-Sendung im Juni
- Kanada verschärft Regeln für Streaming
- Umsatzplus von über 16 Prozent
Der Streaming-Riese Netflix steht vor einer ungewöhnlichen Gemengelage. Einerseits lockt ein möglicher Milliarden-Deal mit IMAX — andererseits wächst der regulatorische Druck aus Kanada.
Die Aktie notierte am Freitag bei 88,60 US-Dollar. Auf Jahressicht verlor sie ein Viertel ihres Wertes.
IMAX auf dem Prüfstand
Medienberichten zufolge prüft IMAX einen Verkauf. Erste Gespräche mit Branchengrößen laufen. Netflix gilt als einer der potenziellen Interessenten — neben Apple, Amazon und Disney.
IMAX-CEO Richard Gelfond hatte bereits früher Offenheit für eine Übernahme signalisiert. Der Kinotechnik-Anbieter gewann zuletzt an Boden: Der Anteil am US-Ticketverkauf stieg von 13 Prozent (2021) auf 16 Prozent (2026).
Ob Netflix tatsächlich bietet, ist offen.
Live-Programm und internationale Expansion
Netflix baut sein Live-Angebot aus. Ab 1. Juni 2026 startet „The Breakfast Club“ als tägliche Live-Sendung. Die Show kommt von iHeartMedia — eine Partnerschaft, die seit 2025 besteht.
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Gleichzeitig stockt Netflix sein internationales Portfolio auf. Am 12. Juni erscheint „The Polygamist“, eine 22-teilige südafrikanische Supernovela. Zudem steht ein US-Vertriebsdeal für „The Black Ball“ mit Penélope Cruz und Glenn Close bevor. Der Film feierte erst vor Kurzem in Cannes Premiere.
Regulatorische Schattenseiten
In Kanada wächst der Druck. Neue Regeln verlangen höhere Investitionen in lokale Inhalte. Die USA sehen darin mögliche Handelshemmnisse.
Die Zahlen selbst stimmen: Im ersten Quartal 2026 legte der Umsatz um 16,2 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,23 Dollar — über den Erwartungen. Die werbefinanzierte Stufe zählt inzwischen über 250 Millionen monatliche Nutzer.
Institutionelle Bewegungen
Mehrere Fonds stockten im Schlussquartal 2025 auf, darunter Gradient Capital und Cumberland Partners. Gleichzeitig verkauften Top-Manager wie CEO Ted Sarandos und Verwaltungsrat Reed Hastings im ersten Halbjahr 2026 Aktien.
Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 114,56 Dollar. Das wäre ein Aufschlag von knapp 30 Prozent zum aktuellen Niveau. Ob die Livestream-Wette und der IMAX-Deal diesen Sprung rechtfertigen, wird sich im Sommer zeigen — mit den nächsten Quartalszahlen.
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