Der Streaming-Gigant meldet zum Jahreswechsel einen historischen Zuschauerrekord bei der NFL-Übertragung, doch an der Börse dominiert weiterhin Skepsis. Während das operative Geschäft mit neuen Strategien glänzt, sorgt eine geplante Mega-Fusion für tiefe Sorgenfalten bei den Investoren. Was wiegt schwerer: Der operative Erfolg oder die strategischen Risiken?
Sport-Erfolge und Kino-Pläne
Zum Jahresausklang konnte Netflix einen wichtigen operativen Sieg verbuchen. Das zweite Weihnachtsspiel der NFL zwischen den Detroit Lions und den Minnesota Vikings avancierte zum meistgestreamten NFL-Spiel in der US-Geschichte. Dieser Meilenstein unterstreicht den erfolgreichen Vorstoß in den Live-Sport-Bereich, der als entscheidender Hebel für Werbeeinnahmen und Kundenbindung gilt.
Parallel dazu treibt das Unternehmen seine hybride Strategie voran. In Kooperation mit Kinoketten wie AMC soll das Finale der Erfolgsserie „Stranger Things“ auf die große Leinwand kommen. Damit versucht Netflix, die kulturelle Strahlkraft seiner wichtigsten Marken maximal auszuschöpfen.
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Übernahme-Angst drückt den Kurs
Den Aktienkurs konnten diese Nachrichten am letzten Handelstag des Jahres jedoch nicht stützen. Das Papier schloss gestern bei 93,90 US-Dollar leicht im Minus und bestätigte damit den schwachen Trend der letzten Monate. Allein im vierten Quartal 2025 verlor der Titel rund 20 Prozent an Wert und notiert nun fast 30 Prozent unter dem im Juni erreichten Allzeithoch.
Verantwortlich für diesen Vertrauensverlust ist primär die Unsicherheit über die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery. Marktbeobachter werten die enorme Schuldenlast und die Komplexität einer solchen Integration als erhebliches Risiko. Diese Sorgen überlagern derzeit die soliden Umsatzdaten und die hohen Nutzerzahlen.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den 20. Januar 2026. Bei der Vorstellung der Quartalszahlen muss das Management belegen, dass sich die Rekord-Reichweiten konkret monetarisieren lassen. Gelingt es dem Unternehmen zudem, die Bedenken bezüglich der M&A-Strategie zu entkräften, besteht laut Analysten bei einem durchschnittlichen Kursziel von 131 US-Dollar noch deutliches Aufwärtspotenzial.
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