Netflix hat eine arbeitsreiche Woche hinter sich. Der Streamingkonzern reorganisiert sein Produktteam, holt eine KI-Expertin in einen Werbetechnologie-Beirat und bestätigt den Termin für die Quartalszahlen. Die Aktie reagierte gelassen.
Stellenabbau im Produktbereich
Im Zuge einer internen Umstrukturierung hat Netflix eine kleine Anzahl von Stellen im globalen Produktteam gestrichen. Laut einem Bericht von Variety sind vor allem Designer und Produzenten der Creative-Studio-Einheit betroffen — jenes Teams, das Trailer, Werbematerialien und Live-Erlebnisinhalte für die Plattform erstellt. Insgesamt handelt es sich um mehrere Dutzend Stellen, weniger als 1 % der rund 6.000 Mitarbeitenden in der Division. Leitende Führungskräfte waren nicht betroffen.
Der Schritt folgt auf eine Beförderung im Februar: Elizabeth Stone wurde von der Position der Chief Technology Officer zur Chief Product and Technology Officer ernannt und verantwortet nun Produkt, Engineering und Daten in einem. Die Reorganisation des Teams dürfte mit diesem erweiterten Führungsmandat zusammenhängen.
KI-Expertin stärkt Werbeambitionen
Parallel dazu hat Integral Ad Science (IAS), ein auf Medienqualität spezialisiertes Unternehmen, Kamelia Aryafar in seinen Vorstand berufen. Aryafar ist bei Netflix als Head of AI für den Mitgliederbereich tätig und war zuvor bei Google an der Entwicklung von Gemini Enterprise, Google Agentspace und Vertex AI Search beteiligt.
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Ihre Präsenz im Beirat eines Werbetechnologieunternehmens ist kein Zufall. Netflix baut sein werbefinanziertes Angebot gezielt aus. Ab dem zweiten Quartal 2026 können US-Werbetreibende über Amazon DSP auf spezifische Zielgruppen unter Netflix-Abonnenten zugreifen. Yahoo DSP wird ebenfalls eingebunden. Das Werbegeschäft soll 2026 rund drei Milliarden Dollar einbringen — doppelt so viel wie die 1,5 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2025.
Starke Basis, ehrgeizige Ziele
Netflix schloss 2025 mit 325 Millionen zahlenden Abonnenten ab. Der Umsatz stieg um 16 % auf 45,2 Milliarden Dollar, die operative Marge verbesserte sich von 26,7 % auf 29,5 %. Für 2026 peilt das Unternehmen eine Marge von 31,5 % an, bei einem Umsatz zwischen 50,7 und 51,7 Milliarden Dollar.
Das erste Quartal 2026 soll am 16. April präsentiert werden. Analysten erwarten einen Umsatz von 12,2 Milliarden Dollar — ein Plus von 15,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum — sowie ein operatives Ergebnis von 3,9 Milliarden Dollar. JPMorgan stufte die Aktie Anfang März hoch und setzte das Kursziel auf 120 Dollar, mit Verweis auf disziplinierte Kapitalallokation und Wachstumspotenzial im werbefinanzierten Segment. Für den Kurs, der nach dem Rückzug aus dem 83-Milliarden-Dollar-Gebot für Warner-Bros.-Discovery-Assets im Februar um 15,3 % gestiegen war, wird der April-Bericht zeigen, ob die Guidance zu halten ist.
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