Netflix Aktie: Unerwarteter Rückstoß?

Netflix plant milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery, was den Aktienkurs deutlich belastet, obwohl die operativen Quartalszahlen überzeugen.

Kurz zusammengefasst:
  • Geplanter Vollkauf für 82,7 Milliarden US-Dollar
  • Starke operative Zahlen im vierten Quartal 2025
  • Aktienkurs im deutlichen Abwärtstrend
  • Ausblick 2026 unter Analystenerwartungen

Netflix liefert starke Zahlen, plant aber zugleich die größte Übernahme der Firmengeschichte: Der geplante Vollkauf der Streaming- und Studio-Sparte von Warner Bros. Discovery im Volumen von 82,7 Milliarden US-Dollar drückt den Kurs deutlich. Seit dem Allzeithoch Ende Juni 2025 haben die Papiere rund 36 % verloren und notieren derzeit klar im Abwärtstrend.

Im Kern steht die Frage, ob der milliardenschwere Zukauf die erfolgreiche Wachstumsstory stärkt oder zunächst vor allem die Risiken in den Vordergrund rückt. Die aktuellen Daten zeigen ein gemischtes Bild.

Netflix

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Warner-Übernahme im Fokus

Netflix hat sein Angebot für die Streaming- und Studio-Assets von Warner Bros. Discovery am 20. Januar 2026 auf eine reine Bartransaktion umgestellt. Damit entfällt die Kursunsicherheit für Warner-Bros.-Discovery-Aktionäre. Zur Finanzierung hat Netflix Aktienrückkäufe ausgesetzt.

Zum Paket gehören HBO Max sowie die Warner-Bros.-Filmstudios. Warner Bros. Discovery soll dabei in zwei börsennotierte Gesellschaften aufgespalten werden, wobei Discovery Global vor Abschluss der Netflix-Transaktion abgespalten wird.

Der Deal steht unter genauer Beobachtung der Wettbewerbsbehörden. Zusätzlich sorgt ein konkurrierendes, feindliches Angebot von Paramount Skydance für zusätzliche Unsicherheit. Co-CEO Ted Sarandos bezeichnete die Transaktion dennoch als „verbraucherfreundlich, innovationsfördernd und arbeitnehmerfreundlich“ und zeigte sich zuversichtlich hinsichtlich einer Genehmigung.

Q4 2025: Starkes Quartal

Operativ lieferte Netflix im vierten Quartal 2025 überzeugende Zahlen, die jedoch im Schatten der Übernahmepläne stehen:

  • Umsatz: 12,1 Mrd. US-Dollar, +18 % gegenüber Vorjahr (stärkstes Wachstum seit Frühjahr 2021)
  • Bezahlte Abos: Mehr als 325 Mio. weltweit
  • Operatives Ergebnis: 2,96 Mrd. US-Dollar, +30 % gegenüber Vorjahr
  • Operative Marge: 24,5 %, plus 2 Prozentpunkte
  • Ergebnis je Aktie: 0,56 US-Dollar, leicht über den Schätzungen von 0,55 US-Dollar
  • Werbeumsatz: 2025 um das 2,5-Fache auf über 1,5 Mrd. US-Dollar gestiegen

Zum 31. Dezember 2025 verfügte das Unternehmen über Barmittel in Höhe von 9,03 Mrd. US-Dollar. Der Non-GAAP-Free-Cashflow lag im vierten Quartal bei 1,87 Mrd. US-Dollar.

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Ausblick 2026 unter Erwartungen

Die Prognose für 2026 trägt zur Verunsicherung der Anleger bei. Netflix stellt in Aussicht:

  • Jahresumsatz von 50,7 bis 51,7 Mrd. US-Dollar (12–14 % Wachstum)
  • Ziel für die operative Marge: 31,5 %
  • Q1-Umsatz: 12,16 Mrd. US-Dollar (15,3 % Wachstum)
  • Q1-Operate-Marge: 32,1 %

Der Werbeumsatz soll sich 2026 etwa verdoppeln. Das Management dämpfte jedoch die Erwartungen an kurzfristige Synergien aus den Warner-Bros.-Discovery-Assets: Ein spürbarer Beitrag zum Werbegeschäft wird frühestens ab 2027 erwartet.

Aktie klar im Abwärtstrend

An der Börse dominieren derzeit die Risiken der Übernahme die positiven operativen Trends. Die Aktie notiert in der Nähe von 86 US-Dollar und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 134,12 US-Dollar. Seit dem ersten öffentlichen Interesse an den Warner-Bros.-Discovery-Assets im Oktober 2025 ist über 100 Mrd. US-Dollar an Börsenwert verloren gegangen.

Der im November 2025 durchgeführte 10-zu-1-Aktiensplit konnte den Abwärtstrend nicht aufhalten. Argus Research senkte jüngst das Kursziel von 141 auf 110 US-Dollar, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Das aktuelle KGV liegt bei rund 34, Analysten erwarten ein EPS-Wachstum von 24 % im Jahr 2026 und 22 % im Jahr 2027.

Wettbewerb verschärft sich

Parallel zum Übernahmeprozess verschärft sich der Wettbewerb im Streamingmarkt. Netflix steht unter Druck durch Disney und Amazon Prime Video. Die geplante Integration der Warner-Bros.-Assets markiert eine klare Hinwendung zu Konsolidierung nach Jahren des überwiegend organischen Wachstums.

Gleichzeitig bleiben zentrale Nutzungskennzahlen stabil bis positiv: Die Sehzeit legte im Jahresvergleich um 2 % zu, die Nutzung markenstarker Eigenproduktionen stieg im zweiten Halbjahr 2025 um 9 %. Für die weitere Bewertung der Aktie werden nun vor allem zwei Punkte entscheidend: der Ausgang des regulatorischen Verfahrens und die konkrete Ausgestaltung der Transaktion im Umfeld der konkurrierenden Angebote.

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