Netflix Aktie: Zwei Wachstumsmotoren

Netflix setzt auf Preisanpassungen und ein expandierendes Werbegeschäft, um das Umsatzwachstum anzukurbeln. Die Quartalszahlen im April werden zeigen, ob diese Strategie erfolgreich ist.

Eduard Altmann ·
Netflix Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Preiserhöhungen in den USA treten in Kraft
  • Werbeeinnahmen sollen sich 2026 verdoppeln
  • Operative Marge steigt auf 29,5 Prozent
  • Ergebnisse für Q1 2026 im April erwartet

Preiserhöhungen und ein aufstrebendes Werbegeschäft — Netflix kombiniert gerade zwei Wachstumstreiber, die gemeinsam die Erwartungen für das erste Quartal 2026 prägen. Mitte April werden die Zahlen zeigen, ob die Rechnung aufgeht.

Neue Preise, neue Einnahmen

Am 26. März hob Netflix die Abopreise in den USA an. Das Standard-Paket kostet nun 19,99 Dollar pro Monat — zwei Dollar mehr als zuvor. Das werbefinanzierte Einstiegsangebot steigt auf 8,99 Dollar, das Premium-Abo auf 26,99 Dollar.

Die Reaktion an der Börse fiel zunächst positiv aus: Am Tag der Ankündigung legte die Aktie um 1,13 Prozent zu, während der Gesamtmarkt um 1,74 Prozent nachgab. Das Handelsvolumen lag mit 58,3 Millionen Aktien rund 22 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt. Am Folgetag gab der Kurs allerdings 1,8 Prozent nach, nachdem einige Analysten Bedenken wegen möglicher Abo-Müdigkeit bei Verbrauchern äußerten.

JPMorgan schätzt, dass die Preiserhöhungen auf Jahresbasis rund 1,7 Milliarden Dollar zusätzliche Einnahmen generieren könnten. Rückendeckung liefern Daten von MoffettNathanson: Netflix erzielt lediglich 48 Cent pro gestreamter Stunde — weniger als jeder direkte Wettbewerber — was auf weiteren Spielraum bei der Preisgestaltung hindeutet.

Werbegeschäft als zweite Säule

Parallel dazu gewinnt das Werbegeschäft erheblich an Gewicht. 2025 erzielte Netflix 1,5 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen — ein Anstieg um das 2,5-Fache gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 peilt das Unternehmen eine Verdoppelung auf 3 Milliarden Dollar an, was knapp 6 Prozent des Gesamtumsatzes entspräche.

Ab dem zweiten Quartal erweitert Netflix seine Targeting-Möglichkeiten in den USA. Über die Amazon DSP und Yahoo DSP können Werbetreibende künftig auf Amazon-Zielgruppendaten zugreifen — basierend auf Einkaufs-, Streaming- und Surfverhalten. Das dürfte die Attraktivität für Werbekunden spürbar erhöhen.

Gemessen an der eigenen Prognose von rund 6 Milliarden Dollar zusätzlichem Umsatz in diesem Jahr würde das Werbegeschäft allein ein Viertel dieses Wachstums beisteuern. Die Marktforschungsfirma WARC erwartet, dass Netflix bis 2027 einen Anteil von 9,2 Prozent am globalen Connected-TV-Werbemarkt hält — Ende 2025 waren es noch 3,7 Prozent.

Starke Margen, klarer Ausblick

Die operative Marge verbesserte sich 2025 auf 29,5 Prozent, nach 26,7 Prozent im Vorjahr. Für 2026 strebt das Management 31,5 Prozent an — ein Ziel, das laut Analysten leicht unter deren eigenen Erwartungen liegt. Der freie Cashflow stieg von 6,9 Milliarden Dollar (2024) auf 9,5 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr.

Am 16. April legt Netflix die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Angesichts eines leicht unter dem Konsens liegenden Gewinnausblicks und höherer Contentausgaben zu Jahresbeginn gilt dieser Bericht als erster Belastungstest dafür, ob Preiserhöhungen und Werbegeschäft gemeinsam liefern, was sie versprechen.

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Netflix Aktie

81,43 EUR

+ 0,25 EUR +0,31 %
KGV 36,93
Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 396,32 Mrd. EUR
ISIN: US64110L1061 WKN: 552484

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