Newmont Aktie: Talsohle in Sicht?
Newmont erwartet 2026 ein Produktionstief mit sinkender Förderung und steigenden Kosten, belastet durch einen Streit mit Barrick Gold und eine schwache Goldpreisentwicklung.

Kurz zusammengefasst
- Produktionsrückgang auf 5,3 Millionen Unzen Gold
- Steigende Förderkosten belasten die Margen
- Konflikt mit Joint-Venture-Partner Barrick Gold
- Quartalsdividende trotz schwieriger Phase
Newmont steuert auf ein schwieriges Jahr zu — und der Markt quittiert das mit anhaltenden Kursverlusten. Gleich mehrere Belastungsfaktoren treffen das Unternehmen gleichzeitig: sinkende Goldproduktion, steigende Kosten und ein schwelender Streit mit dem Joint-Venture-Partner Barrick Gold.
Produktionsrückgang als geplante Zäsur
Das Management selbst bezeichnet 2026 offen als „Trough Year“ — also ein Tief in der Produktionskurve. Die Goldförderung soll in diesem Jahr auf rund 5,3 Millionen Unzen sinken, ein Rückgang von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ursache sind planmäßige Umstellungen im Minenbetrieb an Standorten wie Ahafo South, Peñasquito und Cadia sowie Nachwirkungen von Buschbränden in der australischen Boddington-Mine.
Gleichzeitig steigen die Gesamtförderkosten (AISC) auf 1.680 US-Dollar je Unze — getrieben von höheren Royalties, Steuern und notwendigen Investitionen in Tailings-Anlagen. Weniger Volumen bei höheren Kosten: Das drückt die Margen erheblich.
Goldpreis und Zinserwartungen als Gegenwind
Erschwerend kommt die makroökonomische Lage hinzu. Stärker als erwartete US-Konjunkturdaten haben die Erwartungen an baldige Zinssenkungen der Federal Reserve gedämpft. Die „Higher-for-longer“-Debatte kehrt zurück — und das belastet Gold als zinsloses Asset direkt. Der Goldpreis erlebte zuletzt eine der schwächsten Wochen des laufenden Zyklus, was Newmont überproportional trifft.
Die Aktie notiert aktuell rund 25 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom Januar 2026 und hat sich in den vergangenen 30 Tagen um mehr als 22 Prozent verbilligt.
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Barrick-Streit und Kapitalallokation
Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ist ein Verzugshinweis im Zusammenhang mit dem Nevada Gold Mines Joint Venture, das Newmont gemeinsam mit Barrick Gold betreibt. Der Streit betrifft einen bedeutenden Teil der künftigen Förderung und hat das Anlegervertrauen zusätzlich belastet.
Auf der anderen Seite setzt Newmont Zeichen bei der Kapitalrückgabe: Am 26. März 2026 wird eine Quartalsdividende von 0,26 US-Dollar je Aktie ausgezahlt. Zudem hat das Unternehmen ein Devestitionsprogramm abgeschlossen, das rund 4,5 Milliarden US-Dollar nach Steuern eingebracht hat — Mittel, die für Schuldenabbau und Aktienrückkäufe vorgesehen sind.
Für 2027 plant Newmont mit 1,4 Milliarden US-Dollar Entwicklungskapital, um die Produktion wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Ob dieser Zeitplan hält, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich der Barrick-Konflikt löst und ob der Goldpreis die aktuelle Schwächephase überwindet.
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