Newmont Mining Aktie: Goldrally befeuert

Newmont profitiert massiv von der historischen Goldrally und gewinnt strategischen Einfluss, während operative Sanierung und ein Führungswechsel den Kurs befeuern.

Kurz zusammengefasst:
  • Goldpreis nähert sich der Marke von 5.000 US-Dollar
  • Strategische Schlüsselrolle bei Barricks geplantem Spin-off
  • Operative Kosten deutlich gesenkt, Cashflow gestärkt
  • Neue CEO und stabile Dividendenpolitik eingeführt

Gold kratzt an der Marke von 5.000 US‑Dollar je Unze – und Newmont profitiert wie kaum ein anderer Produzent. Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdreifacht und markiert neue Rekordstände. Parallel verschiebt sich das Kräfteverhältnis im Goldsektor: Aus dem einstigen Übernahmekandidaten ist ein Machtfaktor geworden, der über zentrale Weichenstellungen mitentscheidet.

Goldrally als Haupttreiber

Im Rücken der Aktie steht eine historische Bewegung am Goldmarkt. Der Goldpreis ist am 23. Januar 2026 auf 4.981,22 US‑Dollar je Unze gestiegen und verzeichnete seine stärkste Wochenperformance seit März 2020. Getrieben wird die Rally vor allem durch vier Faktoren:

Newmont Mining

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  • Zentralbankkäufe: Rekordnachfrage aus China, Indien und der Türkei stützt den Markt.
  • Geopolitik: Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und in Osteuropa erhöhen den Bedarf an Absicherung.
  • Safe-Haven-Suche: Nachlassendes Vertrauen in US‑Assets in einem unsicheren Konjunkturumfeld.
  • Geldpolitik: Der Markt preist zwei mögliche Zinssenkungen der US‑Notenbank für dieses Jahr ein.

Für Newmont bedeutet das Rückenwind auf ganzer Linie. Der Börsenwert ist auf rund 135 Milliarden US‑Dollar angewachsen, was die dominante Stellung im weltweiten Goldbergbau unterstreicht. Auch technisch spiegelt sich die Stärke wider: Am Freitag schloss die Aktie bei 121,60 US‑Dollar, auf Jahressicht steht ein Plus von 202 Prozent, und das Papier notiert exakt auf 52‑Wochen-Hoch.

Machtposition gegenüber Barrick

Parallel zur Kursrally hat sich die strategische Ausgangslage verändert. Wie aus einem Reuters-Bericht hervorgeht, kommt Newmont bei der geplanten Neuaufstellung des Rivalen Barrick eine Schlüsselrolle zu. Hintergrund ist das Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines, an dem Barrick 61,5 Prozent und Newmont 38,5 Prozent hält.

Barrick plant, seine nordamerikanischen Aktivitäten im Umfang von rund 42 Milliarden US‑Dollar an die Börse zu bringen. In dem Paket enthalten wären:

  • der Anteil an Nevada Gold Mines,
  • die Pueblo-Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik,
  • sowie das noch nicht entwickelte Fourmile-Projekt.

Jede Änderung an der Beteiligungsstruktur von Nevada Gold Mines erfordert jedoch die Zustimmung von Newmont. Zudem verfügt der Konzern über ein Vorkaufsrecht auf den Barrick-Anteil. Damit entscheidet Newmont mit, ob und wie Barricks Nordamerika-IPO in dieser Form zustande kommt – eine bemerkenswerte Kehrtwende, nachdem Barrick vor wenigen Jahren noch versucht hatte, Newmont zu übernehmen.

Operativer Turnaround greift

Der Höhenflug der Aktie ist nicht nur ein Goldpreisphänomen, sondern auch Ergebnis einer tiefgreifenden operativen Sanierung. In den vergangenen zwölf Monaten konnte Newmont zentrale Kennzahlen deutlich verbessern:

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  • Freier Cashflow: Rund 5,34 Milliarden US‑Dollar.
  • AISC-Marge (All-In Sustaining Cost): Auf einen Rekordwert von etwa 1.900 US‑Dollar je Unze ausgebaut.
  • Schuldenabbau: 3,4 Milliarden US‑Dollar Verbindlichkeiten wurden mit 4,3 Milliarden US‑Dollar aus Verkäufen nicht zum Kerngeschäft gehörender Vermögenswerte reduziert.
  • Aktienrückkäufe: Ein Rückkaufprogramm im Umfang von 6 Milliarden US‑Dollar wurde aufgelegt.

Besonders wichtig: Die gesamten nachhaltigen Produktionskosten (AISC) wurden im Zuge des Effizienzprogramms „Project Catalyst“ von 1.651 US‑Dollar je Unze im ersten Quartal 2025 auf 1.566 US‑Dollar zum Jahresende gesenkt. Das angekündigte Einsparvolumen von 500 Millionen US‑Dollar wird damit sichtbar, während der hohe Goldpreis die Margen zusätzlich aufbläht.

Neuer CEO setzt andere Akzente

Zum Jahresbeginn hat es zudem einen Führungswechsel gegeben. Seit dem 1. Januar 2026 steht Natascha Viljoen an der Spitze des Konzerns und löst Tom Palmer als CEO ab. Die frühere COO und erfahrene Managerin aus dem Platingeschäft von Anglo American ist zugleich die erste Frau an der Spitze von Newmont.

Ihr Auftrag: Die technische Leistungsfähigkeit erhöhen und Automatisierung vorantreiben, um Kostensteigerungen bei Arbeit und Energie zu dämpfen. Gleichzeitig wurde die Dividendenpolitik angepasst. Statt variabler Ausschüttungen setzt Newmont nun auf eine stabile Quartalsdividende von 0,25 US‑Dollar. Damit soll die Finanzflexibilität in einem volatilen Umfeld gewahrt bleiben, ohne vollständig auf Aktionärsrendite zu verzichten.

Bewertung und Risiken

Trotz der starken Kursentwicklung wirkt die Bewertung auf Basis klassischer Kennzahlen moderat. Die Aktie wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 18,8 gehandelt und liegt damit deutlich unter dem Branchenschnitt der Metall- und Minenwerte von 27,1 sowie dem Peer-Durchschnitt von 36,9.

Eine Discounted-Cashflow-Analyse deutet laut vorliegenden Berechnungen auf eine Unterbewertung von etwa 24 Prozent hin. Der faire Wert wird demnach in der Größenordnung von 163 US‑Dollar je Aktie verortet. Auch Goldman Sachs hat reagiert und das Kursziel von 99,90 auf 123,90 US‑Dollar angehoben, verbunden mit einer Kaufempfehlung.

Ganz ohne Gegenstimmen ist die optimistische Sicht allerdings nicht. Einige Analysten verweisen darauf, dass die aktuelle Bewertung implizit sehr hohe Goldpreise über einen langen Zeitraum unterstellt – möglicherweise dauerhaft über 4.000 US‑Dollar je Unze. In einem solchen Szenario bleibt wenig Spielraum für operative Fehlentwicklungen, etwa Verzögerungen bei Projekten oder erneute Kostensteigerungen.

Ausblick: Zahlen und Nevada-Entscheidung im Fokus

Kurzfristig rücken zwei Punkte in den Mittelpunkt: Am 19. Februar 2026 legt Newmont seine nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die Fortschritte beim Kostenmanagement und die hohen Margen bestätigt werden. Parallel erwarten Marktteilnehmer Signale zur weiteren Strategie bei Nevada Gold Mines und dem geplanten Barrick-Spin-off. Wie Newmont diese Optionen nutzt, dürfte entscheidend sein, ob die Aktie ihren Rekordlauf über das aktuelle Hoch von 121,60 US‑Dollar hinaus fortsetzen kann.

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