NextSource Materials: Syrah-Deal für 34.000–68.000 Tonnen
NextSource Materials verzeichnet einen deutlichen Kursanstieg und treibt Projekte in Abu Dhabi und Madagaskar voran. Die Bilanz bleibt angespannt.

Kurz zusammengefasst
- Kursplus von 11,7 Prozent
- Handelsvolumen weit über Durchschnitt
- Vertikale Integration in Abu Dhabi
- Graphit-Liefervertrag mit Syrah Resources
Ein Handelsvolumen, das den Durchschnitt um 134 Prozent übertrifft, lässt aufhorchen. NextSource Materials beendete die letzten Handelstage im April mit einem Plus von 11,7 Prozent. Der Schlusskurs von 0,34 Kanadischen Dollar (C$) markiert einen kurzfristigen Stimmungsumschwung.
Damit schob sich die Aktie über ihren 50-Tage-Durchschnitt von 0,30 C$. Die langfristige Trendlinie bei 0,38 C$ bleibt jedoch vorerst außer Reichweite. Der aktuelle Börsenwert des Unternehmens liegt bei rund 81 Millionen C$.
Expansion in Abu Dhabi und Madagaskar
Der Kursanstieg fällt in eine Phase operativer Weichenstellungen. Das Unternehmen treibt die vertikale Integration und den Bau einer Anlage für Batterieanoden (BAF) in Abu Dhabi voran.
Zur Absicherung der Lieferkette unterzeichnete NextSource einen siebenjährigen Vertrag mit Syrah Resources. Dieser sieht den Bezug von bis zu 68.000 Tonnen Graphit vor. Diese Mengen ergänzen die Primärversorgung aus der eigenen Molo-Graphitmine in Madagaskar.
Parallel dazu verlängerte das Management die Abnahmevereinbarungen mit der Mitsubishi Chemical Corporation. Jährlich sollen rund 9.000 Tonnen Anodenmaterial für den nordamerikanischen Elektrofahrzeugmarkt geliefert werden.
Finanzielle Hürden und Ausblick
Die operativen Fortschritte stehen einer angespannten Bilanz gegenüber, wie sie für Entwicklungsgesellschaften im Bergbausektor typisch ist. Im jüngsten Quartalsbericht wies das Unternehmen einen Verlust von 0,07 C$ je Aktie aus.
Besonders die Verschuldung bleibt ein Thema für Marktbeobachter. Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital liegt bei rund 246 Prozent, während die Liquiditätskennzahl mit 0,28 niedrig ausfällt. Die Sicherung von Projektinvestitionen bleibt daher eine zentrale Aufgabe des Vorstands.
Im Fokus steht nun die endgültige Investitionsentscheidung (FID) für den Standort Abu Dhabi. Diese wird für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet. Japanische Partner wie Hanwa und JOGMEC könnten hierbei eine Schlüsselrolle spielen.
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