Nickel: Krisenmodus angesagt?

Trotz Angebotsverknappung durch Indonesiens Offensive gegen illegale Minenabbaupraktiken setzt schwache Nachfrage aus China den Nickelpreis weiter unter Druck.

Kurz zusammengefasst:
  • Indonesien startet Großoffensive gegen illegale Minen
  • Nachfrageschwäche in China drückt Nickelpreise
  • LME-Nickelpreis fällt auf 15.245,25 USD
  • Eramet erhöht Produktionsziel auf 42 Millionen Tonnen

Der Nickelmarkt steckt in der Zwickmühle: Während Indonesien mit drastischen Maßnahmen gegen illegale Minen vorgeht, drückt anhaltende Nachfrageschwäche aus China die Preise weiter in den Keller. Der Rohstoff für Edelstahl und E-Auto-Batterien kämpft mit fundamentalen Widrigkeiten.

Kursverfall an wichtigen Börsen

Heute zeigt der Nickelpreis erneut rote Zahlen. Der LME-Nickelpreis fiel auf 15.245,25 USD pro Tonne – ein Minus von 0,36 Prozent. Der LME Nickel 3-Monats-Future notierte bei 15.270 USD mit einem Verlust von 0,20 Prozent. Selbst an der Shanghai Futures Exchange bewegte sich der meistgehandelte Nickelkontrakt 2510 nur marginal im Plus und schloss bei 120.840 Yuan pro Tonne. Einziger Lichtblick: Der Spotpreis für raffiniertes Nickel stieg um 650 Yuan auf 122.400 Yuan.

Indonesiens Offensive gegen illegale Minen

Ab 1. September startet Indonesien eine Großoffensive gegen illegale Bergbauaktivitäten. Eine Task Force wird Razzien in Waldgebieten von 4,27 Millionen Hektar durchführen. Die Konsequenzen für Zuwiderhandlungen sind drastisch: Betriebe müssen illegale Gewinne zurückzahlen, in schweren Fällen drohen strafrechtliche Ermittlungen. Gleichzeitig hat die Regierung die Bergbauquoten gekürzt und deren Gültigkeit von drei auf ein Jahr verkürzt.

Doch kann diese Angebotsverknappung den Markt wirklich stützen? Paradoxerweise erhöhte PT Eramet Indonesia, eine Tochter der französischen Eramet Group, ihr Produktionsziel für 2025 auf 42 Millionen Tonnen Erz – deutlich mehr als die 32 Millionen Tonnen des Vorjahres.

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  • LME Nickel (3-Monats): 15.270 USD/mt (-0,20 %)
  • SHFE Nickel (2510): 120.840 Yuan/mt (+0,07 %)
  • Indonesische Minen-Razzien: Starten am 1. September
  • Eramet Produktionsziel 2025: 42 Millionen Tonnen Erz

Nachfragekollaps in China

Die fundamentale Schwäche des Nickelmarkts kommt aus China: Die Industrieprofite sanken im Juli bereits den dritten Monat in Folge. Die gedämpfte Industrieproduktion lässt keine baldige Erholung des Nickelverbrauchs erwarten. Zusätzlich belasten neue US-Zölle von 50 Prozent auf indische Autoimporte wichtige Abnehmersektoren wie die Edelstahlindustrie.

Fed-Politik als zusätzlicher Belastungsfaktor

Makroökonomische Faktoren verschärfen die Situation weiter. Ein festerer US-Dollar drückt auf in Dollar gehandelte Metalle – wie bereits bei Kupfer sichtbar. Zwar signalisierte US-Notenbankgouverneur Christopher Waller Unterstützung für Zinssenkungen in den nächsten drei bis sechs Monaten. Doch Spekulationen über politischen Druck auf Fed-Gouverneurin Cook nähren Zweifel an der Unabhängigkeit der Geldpolitik.

Der Nickelmarkt bleibt im Griff struktureller Überhänge – und kein Ende des Abwärtstrends ist in Sicht.

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