Nike Aktie: Mailänder Premiere!
Nike stellt auf der Mailänder Designwoche innovative Performance-Materialien vor, während ein Werbefehler in den USA für Kritik sorgt. Die Aktie notiert nahe einem Tief.

Kurz zusammengefasst
- Neue Air-Technologien als Designelement vorgestellt
- PR-Rückschlag durch umstrittene Werbung in Boston
- Umsatz stagniert, Aktie verliert deutlich an Wert
- Insiderkäufe von CEO und Verwaltungsrat
Im Zentrum der Mailänder Designwoche will Nike seine technologische Vormachtstellung zurückerobern. Der Sportartikelhersteller präsentiert dort seit Montag eine neue Generation von Performance-Materialien. Parallel dazu sorgt ein PR-Fehltritt in den USA für negative Schlagzeilen. An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider. Die Aktie notiert mit knapp 39 Euro nahe ihrem jüngsten Tief.
Luft als Designelement
Das neu eröffnete „Air Lab“ in fünf Mailänder Eisenbahntunneln gibt einen Ausblick auf kommende Produktlinien. Technologien wie Air Liquid Max und FlyWeb stehen im Mittelpunkt. Laut Chefdesigner Martin Lotti rückt Luft dabei vom reinen Dämpfungselement zum primären Designmaterial auf.
Ein Beispiel dafür ist „Radical AirFlow“, das Athleten unter extremen Bedingungen kühlen soll. Hinzu kommt ein System, das Luft als isolierendes Medium zur Wärmeregulation nutzt. Diese Entwicklungen stützen die Strategie von CEO Elliott Hill. Er will verlorene Marktanteile im technischen Lauf- und Performance-Segment zurückgewinnen.
PR-Rückschlag in Boston
Während Nike in Europa auf Innovation setzt, musste das Management in den USA einen Imageschaden begrenzen. Am Sonntag entfernte das Unternehmen eine umstrittene Werbung an einem Store in Boston. Der Slogan „Runners welcome. Walkers tolerated“ hatte im Vorfeld des heutigen Boston-Marathons heftige Kritik in den sozialen Netzwerken ausgelöst.
Nike entschuldigte sich öffentlich für die ausgrenzende Botschaft. Der Vorfall verdeutlicht den schmalen Grat, auf dem sich die Marke bewegt. Das Unternehmen versucht, sein elitäres Performance-Image zu wahren und parallel eine breite Käuferschicht anzusprechen.
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Insiderkäufe stützen den Kurs
Die operative Neuausrichtung fällt in eine schwierige finanzielle Phase. Im dritten Geschäftsquartal stagnierte der Umsatz bei rund 11,3 Milliarden US-Dollar. Für das laufende vierte Quartal rechnet das Management mit einem leichten Umsatzrückgang. Das drückt auf die Stimmung der Investoren. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 28 Prozent an Wert verloren und handelt weit unter der 200-Tage-Linie.
Intern wächst indes die Zuversicht. CEO Elliott Hill kaufte Mitte April Aktien für knapp eine Million US-Dollar. Apple-Chef und Nike-Verwaltungsrat Tim Cook investierte kurz zuvor eine ähnliche Summe. Beide zahlten durchschnittlich gut 42 US-Dollar je Anteilsschein.
Das Mailänder „Air Lab“ wird nach dem Ende der Designwoche am 26. April als dauerhafte Einrichtung bestehen bleiben. Investoren blicken nun auf die kommenden Quartalszahlen. Dort muss das Management beweisen, ob die forschungsgetriebenen Initiativen die zuletzt auf 40,2 Prozent gesunkene Bruttomarge wieder anheben können.
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