Nike Aktie: Mbappé zieht weiter
Kylian Mbappé wechselt von Nike zu On und wird dessen Markenbotschafter. Für Nike zählt vor allem der Verlust an Strahlkraft im Fußball.

Kurz zusammengefasst
- Mbappé schließt sich dem Ausrüster On an
- On startet damit im Fußballgeschäft
- Nike verliert prominentes Werbegesicht
- Beide Aktien reagieren nur moderat
Ein Name wie Mbappé war für Nike lange Selbstverständlichkeit. Seit seiner Jugend trug der Franzose die Marke mit dem Swoosh. Damit ist jetzt Schluss – und ausgerechnet ein Schweizer Herausforderer profitiert davon.
Der WM-Rekordtorschütze und aktuelle Stürmer von Real Madrid wechselt zu On. Für den kleineren Ausrüster ist es der Einstieg in den Fußballmarkt: Mbappé soll seine Erfahrung in die Entwicklung von Schuhen und Bekleidung einbringen und wird globaler Markenbotschafter über den Fußball hinaus. Details zur Vertragslaufzeit und den Konditionen blieben unter Verschluss, laut Berichten erhält er im Zuge des Deals aber eine Kapitalbeteiligung an On.
Kleiner Rivale, große Symbolik
On hatte zuvor bereits Roger Federer und die Schweizer Nationalspielerin Sydney Schertenleib unter Vertrag genommen. Mit Thierry Henry als neuem „Director of Football“ holte sich das Unternehmen zudem prominente Fußball-Expertise ins Haus. On kommt nach eigenen Umsatzzahlen nicht einmal auf ein Zehntel dessen, was Nike umsetzt – finanziell dürfte der Verlust eines einzelnen Testimonials für den US-Konzern verkraftbar sein.
Der Imageschaden wiegt schwerer als die reine Zahl. Nike verliert mit Mbappé einen der werbewirksamsten Sportler der Welt an einen Konkurrenten, der noch vor wenigen Jahren als Nischenanbieter galt. Für die Nike-Aktie, die binnen der vergangenen 52 Wochen bereits mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt hat, ist es ein weiterer Nadelstich in einer ohnehin schwierigen Phase.
An der Börse reagierten beide Titel verhalten: Die On-Aktie zeigte sich zeitweise leicht schwächer, die Nike-Aktie gab ebenfalls nur moderat nach. Der Deal selbst dürfte kurzfristig kaum Kursbewegung auslösen – als Signal für die schleichende Erosion von Nikes Strahlkraft im Fußballgeschäft wird er von Marktbeobachtern dennoch registriert.
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