Nike Aktie: Sekundärmarkt zeigt keine Wende
Nike-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief bei 39,98 Dollar. Schwache Sekundärmarktdaten und Analysten-Skepsis belasten den Kurs weiterhin.

Kurz zusammengefasst
- Neues 52-Wochen-Tief bei 39,98 Dollar
- UBS-Daten zeigen dritten Monat Rückgang
- JPMorgan stuft auf Underweight herab
- CEO treibt Umbau mit 8.000 Mitarbeitern voran
Die Nike-Aktie sucht weiter nach einem Boden – und findet keinen. Mit dem Rutsch unter 40 Dollar markiert das Papier ein neues 52-Wochen-Tief bei 39,98 Dollar. Seit dem Rekordhoch von Ende 2021 hat der Dow-Jones-Titel damit rund 78 Prozent an Wert verloren.
Auslöser der jüngsten Schwäche ist eine Einschätzung der UBS. Das UBS Evidence Lab hat die Preise für Nike-Markenschuhe auf dem Sekundärmarkt für Sneaker ausgewertet – und die zeigen im Juli den dritten Monat in Folge einen Rückgang, um 2,9 Prozent im Jahresvergleich. Bei der Marke Jordan fiel der Rückgang mit 2,8 Prozent ähnlich aus, eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Juni-Wert von 2,0 Prozent.
Was der Sekundärmarkt verrät
Analyst Jay Sole sieht in diesen Daten einen wichtigen Frühindikator. Erst wenn Anleger überzeugt sind, dass Nikes Wachstumsrate ihren Tiefpunkt erreicht hat, dürfte sich der Kurs stabilisieren – die Juli-Zahlen liefern dafür noch keinen Beleg. UBS beließ das Votum bei „Neutral“ mit einem Kursziel von 48 Dollar.
Auch andere Häuser bleiben skeptisch. JPMorgan hat die Aktie jüngst auf „Underweight“ herabgestuft und verweist auf finanzielle Belastungen durch die „Win Now“-Strategie des Managements. Bernstein SocGen senkte das Kursziel auf 68 Dollar, hält aber an einem „Outperform“-Rating fest und begründet dies mit strategischen Anpassungen in China, die die Markenwahrnehmung stärken sollen.
Im operativen Geschäft treibt CEO Elliott Hill unterdessen einen Umbau voran: Rund 8.000 Mitarbeiter wurden in sportartspezifische Teams unter dem neuen Modell „Sport Offense“ reorganisiert, dazu kommen Straffungen bei Lieferkette und Technologie. Parallel gab Nike den Abgang von Chief Accounting Officer Johanna Nielsen zum 4. September 2026 bekannt; interimsweise übernimmt der neue Finanzchef David Denton die Rolle des Corporate Controllers.
Trotz der Kursschwäche zahlt Nike seit 24 Jahren in Folge eine steigende Dividende, die Rendite liegt aktuell bei rund 4 Prozent. Das dürfte für langfristig orientierte Anleger ein gewisser Trost sein, ändert aber nichts an der kurzfristigen charttechnischen Lage.
Ob der Umbau unter Hill schneller greift als die schwachen Sekundärmarktdaten vermuten lassen, dürfte sich frühestens in den kommenden Quartalszahlen zeigen. Bis dahin bleibt der fehlende Nachweis einer Wachstumswende der zentrale Belastungsfaktor für die Aktie.
Nike-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nike-Analyse vom 18. August liefert die Antwort:
Die neusten Nike-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nike-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nike: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...