Nike Aktie: Stellenabbau und Datenleck

Der Sportartikelhersteller Nike baut 775 Jobs in US-Logistikzentren ab und untersucht eine mögliche Datenpanne. Gleichzeitig vollzieht das Unternehmen unter CEO Elliott Hill Führungswechsel in Schlüsselregionen.

Dr. Robert Sasse ·
Nike Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Stellenabbau in US-Verteilzentren betrifft 775 Jobs
  • Mögliches Datenleck wird aktuell untersucht
  • Neue Regionalleiter für Europa und China ernannt
  • Analysten sehen Stellenabbau als notwendige Anpassung

Nike baut 775 Stellen in US-Verteilzentren ab und untersucht gleichzeitig eine mögliche Datenpanne. Die Maßnahmen fallen in eine Phase, in der CEO Elliott Hill den Sportartikelhersteller auf Sanierungskurs bringen will.

775 Jobs in Logistikzentren gestrichen

Der Konzern streicht Positionen vor allem in Lagerhäusern in Tennessee und Mississippi. Nike begründet den Schritt mit der Modernisierung seiner Lieferkette: „Wir verschlanken unser Supply-Chain-Netzwerk, beschleunigen den Einsatz fortschrittlicher Technologie und Automatisierung und investieren in die Fähigkeiten, die unsere Teams für die Zukunft brauchen.“

Ziel sei es, „Komplexität zu reduzieren, Flexibilität zu verbessern und einen reaktionsschnelleren, widerstandsfähigeren und effizienteren Betrieb aufzubauen.“

Die jüngsten Entlassungen reihen sich in frühere Kürzungen ein:

  • August 2025: Weniger als 1% der Konzernmitarbeiter gestrichen
  • Februar 2024: 2% der globalen Belegschaft abgebaut (über 1.600 Stellen)

Im Mai 2025 beschäftigte Nike weltweit rund 77.800 Menschen.

Untersuchung wegen möglicher Datenpanne

Nike prüft Berichte über ein potenzielles Datenleck, nachdem eine Hackergruppe angeblich Unternehmensdaten veröffentlicht haben soll. Der volle Umfang einer möglichen Sicherheitsverletzung ist noch unklar.

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Führungswechsel in drei Regionen

Ende Januar verkündete Nike personelle Veränderungen in wichtigen Märkten:

  • Europa/Naher Osten/Afrika: César Garcia übernimmt als VP/GM von Carl Grebert, der in den Ruhestand geht
  • Greater China: Cathy Sparks folgt auf Angela Dong, die das Unternehmen nach 20 Jahren verlässt
  • Asien-Pazifik/Lateinamerika: Cristin Campbell übernimmt vorübergehend die Leitung

Was Analysten sagen

KeyBanc hält an seiner Kaufempfehlung fest, senkte aber das Kursziel. Die Bank sieht „erste Anzeichen einer Stabilisierung“, dämpft aber die Erwartungen: Spürbare Fortschritte würden Zeit brauchen.

Morningstar-Analyst David Swarz wertet den Stellenabbau als überfällige Reaktion: „Die Verkaufsentwicklung der vergangenen zwei Jahre lag weit unter dem Normalwert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Nike seine Lagerkapazitäten überdimensioniert und zu viel Personal aufgebaut hat.“

Sanierung unter Zeitdruck

CEO Elliott Hill arbeitet seit seiner Amtsübernahme 2024 daran, Jahre rückläufiger Umsätze und schrumpfender Margen umzukehren. Seine Prioritäten:

  • Wiederbelebung der Großhandelspartnerschaften
  • Abbau veralteter Lagerbestände
  • Neuausrichtung auf Kernsportarten
  • Produktinnovationen vorantreiben

Die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal im Dezember zeigten einen Gewinnrückgang von 32%. Belastend wirkten Zölle, Umbaukosten und die Schwäche im wichtigen China-Geschäft. Die nächsten Quartalsergebnisse werden für März erwartet.

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Nike Aktie

36,02 EUR

– 0,15 EUR -0,43 %
KGV 27,55
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 3,86 %
Marktkapitalisierung 62,02 Mrd. EUR
ISIN: US6541061031 WKN: 866993

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