Nike Aktie: Weihnachtsgeschäft in Gefahr?
Nike meldet für das erste Quartal 2027 sinkende Erlöse und einen Umsatzrückgang von 26 Prozent in Greater China.

Kurz zusammengefasst
- Aktie schließt bei 33,34 Euro
- Wolfe Research vergibt Underperform
- Barclays erhöht Kursziel auf 45 Dollar
- Investorentag für November angekündigt
Nike geriet am Freitag im Sog eines breiteren Ausverkaufs bei Einzelhandelsaktien unter Druck und verlor 2,4%. Medienberichten zufolge belasteten Sorgen über die Ausgabenbereitschaft der Verbraucher vor dem Weihnachtsgeschäft auch andere Sportbekleidungsmarken. Die Nike-Aktie schloss bei 33,34 €.
Analysten setzen unterschiedliche Akzente
Wolfe Research nahm die Beobachtung von Nike am Donnerstag mit einer negativen Einschätzung auf. Das Analysehaus vergab die Einstufung „Underperform“ und setzte das Kursziel auf 28 $. Damit fiel die neu aufgenommene Bewertung zurückhaltender aus als die am selben Tag veröffentlichte Einschätzung von Barclays.
Barclays hob das Kursziel am Donnerstag nach Gesprächen mit dem Management von 37 $ auf 45 $ an. Die Einstufung „Overweight“ behielt das Haus bei. Die Änderung betraf damit das Kursziel, nicht die grundsätzliche Anlageempfehlung.
Abseits der Analystenmeldungen berichtete Reuters am Dienstag über den Markenrechtsstreit mit 7-Eleven. Das Unternehmen kündigte an, seine Klage gegen Nike wegen eines Air-Max-95-Designs zurückzunehmen.
Investorentag und Belastungen in China
Nike kündigte am Freitag einen Investorentag für den 16. und 17. November an. Die Präsentationen auf der Hauptbühne sollen am zweiten Veranstaltungstag ab etwa 8.30 Uhr pazifischer Zeit im Internet übertragen werden.
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 meldete Nike einen Umsatz von 11,21 Milliarden $. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank der Erlös um 4%.
Der Nettogewinn lag nach Unternehmensangaben bei 712 Millionen $, der verwässerte Gewinn je Aktie bei 0,48 $. In der Region Greater China fiel der Umsatz währungsbereinigt um 26%. Damit verzeichnete Nike dort einen stärkeren Rückgang als beim konzernweiten Umsatz, wobei die China-Angabe Wechselkurseffekte ausklammert.
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