Nikkei 225: Chipwerte treiben Tokio an
Japanische Technologieaktien führen die Gewinner im Nikkei an, während der Index von positiven US-Vorgaben profitiert.

Kurz zusammengefasst
- Screen Holdings und Taiyo Yuden legen stark zu
- Bankenwerte wie Sumitomo Mitsui im Plus
- Wall Street gibt feste Vorgaben
- Ölpreisrückgang entlastet Energiesektoren
Japan startet das neue Quartal mit Rückenwind. Der Nikkei 225 setzt seine Gewinnserie fort und notiert am Mittwoch gut 0,9 Prozent höher bei rund 70.680 Punkten — nach einem Tagesausflug bis auf fast 72.000 Punkte.
Tech und Banken ziehen, Autobauer bremsen
Das Bild ist klar: Technologie- und Halbleiterwerte dominieren die Gewinnerseite. Screen Holdings legt mehr als 7 Prozent zu, Taiyo Yuden springt sogar über 13 Prozent nach oben, Sumco und Ibiden folgen mit jeweils rund 11 Prozent. Dahinter reihen sich Kyocera, Disco, Socionext und Lasertec ein — allesamt mit deutlichen Aufschlägen.
Die Bankensektion zieht mit. Sumitomo Mitsui Financial, Mizuho und Mitsubishi UFJ gewinnen jeweils mehr als 1 Prozent. Schwergewicht SoftBank legt knapp 2 Prozent zu, Panasonic sogar fast 4 Prozent.
Gegenläufig entwickeln sich Einzelhändler und Versorger. J. Front Retailing verliert mehr als 8 Prozent, Nitori Holdings und Sharp büßen mehr als 4 Prozent ein. Bei den Autobauern halten sich die Ausschläge in engen Grenzen: Honda gibt leicht nach, Toyota hält sich knapp im Plus.
Drei Kurstreiber im Blick
Der Aufschwung speist sich aus mehreren Quellen. Erstens: Wall Street lieferte abermals festes Fundament — der Nasdaq kletterte am Dienstag 1,5 Prozent, der Dow Jones erreichte ein neues Rekordhoch. Zweitens: Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe überraschten positiv, sowohl in Japan als auch in China. Drittens: Der Ölpreis fiel, was energieintensive Sektoren entlastet.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt der Nahe Osten. US-Präsident Trump behauptete, Gespräche mit dem Iran in Katar seien terminiert — Teheran dementierte das umgehend. Der Widerspruch hält die Märkte auf Trab, ohne sie bislang ernsthaft zu bremsen.
Indes wartet der Markt auf die quartalsweise Tankan-Umfrage der Bank of Japan. Ökonomen erwarten, dass der Index für große Industrieunternehmen von +17 auf +16 zurückgeht — ein moderater Rückgang, der die grundsätzlich stabile Stimmung im japanischen Unternehmenssektor jedoch nicht in Frage stellt. Das Ergebnis dürfte noch im Handelsverlauf vorliegen und könnte die Richtung für den Rest der Woche mitbestimmen.
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