Nikkei 225: KI-Werte ziehen Tokio nach oben
Technologieaktien stützten Tokios Leitindex, während nachlassende Anleiherenditen und Ölpreise die Marktstimmung entlasteten.
Kurz zusammengefasst
- Nikkei schloss 1,94 Prozent höher
- SoftBank gewann rund 6,4 Prozent
- Tokyo Electron legte rund 4,8 Prozent zu
- US-PCE-Daten für August stehen noch aus
Der Quartalsultimo beginnt in Tokio mit kräftigen Gewinnen. Der japanische Leitindex schloss bei 66.753,72 Punkten und damit 1,94 Prozent im Plus. Im Handelsverlauf hatte er zeitweise mehr als zwei Prozent zugelegt und sich der Marke von 67.000 Punkten genähert.
Halbleiter und SoftBank geben den Takt vor
Die Gewinne des US-Halbleiterindex SOXX vom Vortag übertrugen sich auf Japan. Tokyo Electron legte um rund 4,8 Prozent zu. SoftBank, Investor bei OpenAI, gewann sogar rund 6,4 Prozent und wurde zum wichtigsten Kurstreiber des Tages. Auch Bankwerte waren gefragt.
Hinzu kam etwas Entlastung beim Öl. Die Kapazitäten der wichtigsten saudi-arabischen Ost-West-Pipeline wurden teilweise wiederhergestellt, die Sorgen um die Energieversorgung ließen nach. Brent rutschte unter 96 Dollar.
Anleihemarkt bleibt der Unsicherheitsfaktor
Am Vortag hatte ein Ausverkauf bei US-Staatsanleihen die Stimmung gedrückt. Die Rendite 30-jähriger Papiere erreichte mit 5,56 Prozent den höchsten Stand seit 2002. Heute gaben die Renditen leicht nach: Zehnjährige US-Anleihen rentieren bei rund 5,23 Prozent. Das verschaffte Aktien eine Atempause.
Die übrigen Märkte der Region zeigten sich uneinheitlich. Australiens ASX 200 gewann 0,92 Prozent, Chinas CSI 300 stieg um 0,5 Prozent, der Hang Seng legte leicht zu. Der südkoreanische Kospi gab dagegen nach. In Japan fiel der Anstieg damit deutlich kräftiger aus als im regionalen Umfeld.
Zum Quartalsende rechnen Marktteilnehmer zudem mit Window-Dressing großer Fonds, das die Schwankungen am Nachmittag verstärken könnte.
Der nächste Test folgt noch heute: Am Nachmittag erscheinen die US-PCE-Daten für August. Die Kernrate gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der Federal Reserve. Fällt sie höher aus als erwartet, könnten die Zinssorgen zurückkehren und die Gewinne der KI-Werte bremsen. Moderate Zahlen dürften dem Aufschwung dagegen weiteren Rückenwind geben.
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