Nikkei 225: Topix auf Rekord bei 4.101 Punkten

Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten belasten den Nikkei 225, während Industrie- und Bankaktien den Index stabilisieren.

Dr. Robert Sasse ·
Nikkei 225 Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Nikkei 225 schließt nahezu unverändert
  • Chip-Werte wie SoftBank und Taiyo Yuden fallen
  • Industrie- und Transportaktien legen deutlich zu
  • Topix-Index erreicht neuen Rekordstand

Der Nikkei 225 startete am Montag mit Schwung, verlor ihn aber schnell wieder. Bei 69.973,34 Punkten eröffnete der Index, kletterte kurz danach auf ein Tageshoch von 70.384,59 Punkten. Um 11:30 Uhr Ortszeit rutschte er dann bis auf 68.904,41 Punkte ab, bevor sich die Kurse zum Handelsende leicht erholten. Am Ende stand ein Schlusskurs von 69.737,69 Punkten – praktisch unverändert zum Vortag.

Der Grund für die Schwankungen: Anleger nahmen bei Technologiewerten Gewinne mit. Chip- und KI-Aktien gerieten unter Druck. SoftBank Group verlor mehr als 3 Prozent, Tokyo Electron gab knapp 1 Prozent ab. Noch deutlicher traf es Taiyo Yuden mit einem Minus von fast 7 Prozent, Socionext fiel um rund 5 Prozent, Minebea Mitsumi verlor ebenfalls etwa 5 Prozent.

Industrie und Banken fangen die Verluste auf

Während Tech-Werte schwächelten, liefen Industrie- und Transportaktien in die andere Richtung. Kawasaki Heavy Industries sprang um etwa 8 Prozent nach oben. Mitsubishi Heavy Industries legte fast 6 Prozent zu, Japan Steel Works gewann über 7 Prozent.

Auch Autobauer profitierten. Honda stieg um mehr als 3 Prozent, Toyota um über 2 Prozent. Banken zogen ebenfalls an: Sumitomo Mitsui Financial gewann mehr als 1 Prozent, Mitsubishi UFJ Financial und Mizuho Financial legten jeweils fast 1 Prozent zu. Die Marktbreite blieb dabei intakt: 169 Aktien im Index stiegen, nur 56 fielen.

Der breiter aufgestellte Topix-Index, der Technologiewerte weniger stark gewichtet, profitierte von dieser Verschiebung. Er kletterte zum sechsten Mal in Folge und schloss mit einem Plus von 0,92 Prozent auf einem Rekordwert von 4.101,96 Punkten.

Yen-Schwäche und steigende Anleiherenditen

Der japanische Yen setzte seine Talfahrt fort. Der Dollar-Yen-Kurs stieg auf 162,24 – ein Plus von 0,48 Prozent und nahe mehrjährigen Tiefständen für die japanische Währung. Ein schwacher Yen hilft traditionell exportorientierten Unternehmen wie Toyota und Honda, was die Stärke im Industriesektor teilweise erklärt.

Gleichzeitig kletterte die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen auf 2,84 Prozent. Das ist ein Anstieg um 0,06 Prozentpunkte und der höchste Stand seit Mai 1997. Marktbeobachter werten den Anstieg als Zeichen wachsender Sorgen um die Staatsfinanzen und als Hinweis, dass die Bank of Japan bei der geldpolitischen Straffung zurückliegen könnte.

International sorgte ein fallender Ölpreis für etwas Entlastung: Brent-Rohöl notierte bei 72,10 Dollar je Barrel und dämpfte damit Inflationssorgen. Die asiatischen Nachbarmärkte zeigten sich derweil uneinheitlich. Südkoreas Kospi gab um 0,7 Prozent nach, während Hongkongs Hang Seng um 0,8 Prozent zulegte.

Volatilität steigt, Trend bleibt intakt

Die implizite Volatilität zog spürbar an. Der Nikkei Volatility Index stieg um 9,53 Prozent auf 37,36 Punkte – ein Signal für wachsende Unsicherheit unter Optionshändlern trotz der insgesamt moderaten Kursbewegung.

Charttechnisch bleibt der Index in einem mittel- bis langfristigen Aufwärtskanal. Als Unterstützung gilt die Marke von 68.782 Punkten, die in der vergangenen Woche mehrfach Käufer angezogen hat. Nach oben hin bildet sich bei 70.683 Punkten eine wichtige Widerstandszone, die zuvor schon mehrfach als Wendepunkt diente.

Der 14-Tage-RSI lag zuletzt bei neutralen 55,5 – kein Extremwert in beide Richtungen. Allerdings deutet eine negative Divergenz zwischen RSI und Kursverlauf auf mögliche Rückschlaggefahr hin. Der MACD hingegen hat seine Signallinie jüngst nach oben durchbrochen und steht im positiven Bereich.

Mit einem Plus von 76 Prozent auf Jahressicht bleibt der Nikkei 225 nur rund 4 Prozent von seinem Rekordhoch aus dem Juni entfernt. Globale Makro-Fonds bauen ihr Engagement in japanischen Aktien Berichten zufolge weiter aus – das Handelsvolumen bei Index-Futures erreichte zuletzt eine Größenordnung, die mit dem Kassamarkt vergleichbar ist. Ob die Marke von 70.683 Punkten als Sprungbrett zu neuen Höchstständen dient oder erneut als Bremse wirkt, dürfte sich in den kommenden Handelstagen zeigen.

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Nikkei 225 Index

68.256,96 PKT

– 1.480,73 PKT -2,12 %
KGV
Sektor
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung
ISIN: XC0009692440

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