Nintendo Aktie: 7 Millionen Euro von Nacon
Nintendo-Aktie erholt sich leicht vom Jahrestief, Analysten sehen Unterbewertung. Gerichtssieg und starke Verkaufszahlen stützen den Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt nach Jahrestief
- Analysten signalisieren Unterbewertung
- Gerichtssieg bringt Millionen-Zahlung
- Switch-Nachfolger mit starkem US-Start
Ein Tag der Erleichterung für Nintendo-Aktionäre. Die Aktie sprang am Montag um 4,70 Prozent auf 37,80 Euro. Grund zur Entwarnung sieht anders aus. Am Freitag hatte die Aktie bei 35,63 Euro ein neues Jahrestief markiert. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 34,97 Prozent.
Kaufsignale auf dem Prüfstand
Die aktuelle Erholung hat einen handfesten Hintergrund. Mehrere Analystenmodelle signalisieren: Nintendo könnte unterbewertet sein. Berechnungen von Simply Wall St zeigen einen Abschlag von rund 29 Prozent zum geschätzten inneren Wert.
Der Kurzcheck: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 17,9. Das liegt über dem Branchenschnitt von 15 — aber deutlich unter den direkten Wettbewerbern, die im Schnitt bei 22,1 notieren. Einige Anleger sehen darin eine Einstiegschance. Vom Hoch bei 85,22 Euro ist der Kurs aktuell noch 55 Prozent entfernt.
Sieg vor Gericht, Update im Shop
Im Hintergrund läuft bei Nintendo mehr als der Aktienkurs vermuten lässt. Das Unternehmen hat kürzlich den eShop des Nintendo Switch grundlegend überarbeitet. Version 22.5.0 ersetzt die alte Browser-Lösung durch eine native App. Die Navigation wird spürbar schneller. Eine neue PIN-Funktion soll die Sicherheit bei Zahlungen erhöhen.
Parallel dazu klingelt es an der juristischen Front. Nach 15 Jahren Rechtsstreit um die Wii-Fernbedienung bekommt Nintendo nun Geld. Rund 7 Millionen Euro zahlt der französische Konzern BigBen, heute bekannt als Nacon. Der Fall ist in einigen Rechtsräumen noch in der Berufung. Derzeit steht das Urteil aber — und damit die Millionen-Zahlung.
Ausblick mit Vorsicht
Der Software-Fahrplan bleibt intakt. Im Juli 2026 erscheint „Rhythm Heaven Groove“ für Nintendo Switch — 80 neue Minispiele zum Preis von rund 40 US-Dollar. Der Nachfolger der Switch verkauft sich zudem stark: 5,9 Millionen Einheiten in den USA im ersten Jahr. Das ist der zweitbeste Start in der Geschichte des dortigen Marktes.
Doch das Management mahnt zur Vorsicht. Die Preise für Speicherchips steigen. Das könnte die Margen in den kommenden Quartalen belasten. Die nächste Nagelprobe kommt im August. Dann legt Nintendo die Quartalszahlen vor. Sie zeigen, ob der Aufschwung der Aktie Substanz hat — oder nur eine Verschnaufpause im Abwärtstrend war.
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