Nio-Aktie: Unfassbare Rallye!
Der chinesische Elektrofahrzeughersteller erlebt eine überraschende Kurserholung mit zweistelligem Wachstum und nähert sich wichtigen technischen Indikatoren.

Kurz zusammengefasst
- Kurssprung von über zehn Prozent
- Annäherung an die 100-Tage-Linie
- GD200 bereits überschritten
- Nachhaltigkeit des Trends noch fraglich
Einen geradezu unglaublichen Sprung nach oben nahm nun die Aktie von Nio. Die Notierungen sind um mehr als 10 % geklettert und erreichten am Mittwoch einen Kurs von 4,51 Euro. Dies wiederum ist noch immer nicht mit einem endgültigen Aufwärtstrend gleichzusetzen. Die Aktie ist allerdings nahe an einer echten Wende. Die 100-Tage-Linie ist nun noch 1,3 % entfernt. Der für die langfristige Trendentwicklung wichtige GD200 ist um mehr als 0,7 % überwunden.
Mit anderen Worten: Den Chinesen gelang nun die Trendwende, wenngleich das Ergebnis bei weitem noch nicht nachhaltig ist.
Nio: Was jetzt passieren kann!
So richtig ist nicht klar, was hier den wahren Auslöser gegeben hat. Nio wird, so die Nachrichten, nun kurz davor stehen, ein kleines neues E-SUV an den Start zu bringen. Das ist keineswegs die Ankündigung, dass das Fahrzeug weltweit vertrieben würde. Aber: Vielleicht gelingt die Markteinführung, was dann wiederum auch weltweit, jedenfalls in der Theorie, für einen Markt sorgen könnte.
Zudem wurde eine weitere Region mit einer Tauschstation ausgestattet. Der Tausch von Batterien ist für und von Nio das große Geschäft, der technologische Durchbruch. Dies ersetzt den Umstand, dass ansonsten Batterien im Auto verbleibend an Tankstellen aufgeladen werden müssen. Wenn genügend Tauschstellen zur Verfügung stünden, könnten die Eigentümer dort ihre Batterien jeweils einfach tauschen und weiterfahren. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten. Eigentümer der Batterien bleibt Nio, das die Batterien per Leasing weitergibt.
Noch ist der Durchbruch nicht gelungen, auch technologisch nicht. Aber immerhin: Nach Börsengeschmack hat die Aktie jetzt ein Ausrufezeichen gesetzt und steht kurz davor, den Aufwärtstrend etwas besser zu etablieren. Es fehlen noch einige Euro, um die Trendlinien auch hinter sich zu lassen.
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