Nokia: 2-Milliarden-Google-Deal für Optical
Nokia übertrifft Erwartungen im ersten Quartal 2026 deutlich. KI- und Cloud-Geschäft treiben Wachstum, Jahresprognose für Netzwerksparte angehoben.

Kurz zusammengefasst
- Operativer Gewinn steigt um 54 Prozent
- KI- und Cloud-Sparte wächst um 49 Prozent
- Jahresziele für Netzwerksparte nach oben korrigiert
- Aktie erreicht 16-Jahres-Hoch
Nokia hat mit seinen Erstquartalszahlen für 2026 die Erwartungen klar übertroffen — und die Aktie reagierte prompt. An der Helsinkier Börse kletterte der Kurs um knapp 10 Prozent auf ein 16-Jahres-Hoch. Treiber ist ein Geschäft, das Nokia lange nicht hatte: Infrastruktur für künstliche Intelligenz.
Gewinn springt um 54 Prozent
Das vergleichbare operative Ergebnis stieg im ersten Quartal auf 281 Millionen Euro — ein Plus von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt rund 244 bis 250 Millionen Euro erwartet. Die operative Marge verbesserte sich auf 6,2 Prozent, nach 4,2 Prozent im Vorjahresquartal.
Der Umsatz legte auf konstanter Währungs- und Portfoliobasis um 4 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zu. Das vergleichbare Ergebnis je Aktie verdoppelte sich auf 0,05 Euro.
KI und optische Netze als Wachstumsmotor
Das Segment AI & Cloud wuchs um 49 Prozent und steuert inzwischen 8 Prozent des Konzernumsatzes bei. Allein im ersten Quartal verzeichnete Nokia eine Milliarde Euro an neuen Aufträgen aus diesem Bereich — ein Signal, dass der Ausbau KI-fähiger Rechenzentren weiter Fahrt aufnimmt.
Innerhalb der Network-Infrastructure-Sparte legte das Optical-Networks-Geschäft um 20 Prozent zu, gestützt durch die Integration von Infinera und ein Book-to-Bill-Verhältnis deutlich über eins. Ein 2-Milliarden-Dollar-Auftrag von Google für WAN-Chassis-Switches unterstreicht die Wettbewerbsposition im Hochkapazitätsbereich.
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Wachstumsprognose deutlich angehoben
Nokia hebt die Jahresziele für das Network-Infrastructure-Segment spürbar an. Statt der bisher erwarteten 6 bis 8 Prozent rechnet das Management nun mit einem Umsatzwachstum von 12 bis 14 Prozent. Für das kombinierte IP- und Optical-Networks-Geschäft soll das Wachstum 18 bis 20 Prozent erreichen.
Das Konzernziel für das vergleichbare operative Ergebnis — 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro für das Gesamtjahr — bleibt bestehen, doch Nokia liegt nach eigenen Angaben aktuell oberhalb der Mitte dieser Spanne. Parallel investiert das Unternehmen in zusätzliche Fertigungskapazitäten für optische Netze, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
Der freie Cashflow lag im Quartal bei 629 Millionen Euro, die Nettoliquidität stieg um 410 Millionen Euro. Die Aktie notiert mit 9,34 Euro auf dem höchsten Stand seit April 2010 — seit Jahresbeginn hat sie knapp 68 Prozent zugelegt. Das Management erwartet, dass der adressierbare Markt für KI und Cloud bis 2028 jährlich um 27 Prozent wächst. Ob Nokia dieses Tempo in stabile Margen übersetzen kann, wird spätestens mit den Halbjahreszahlen sichtbar.
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