Nokia Aktie: 1 Milliarde Cloud-Aufträge im Q1
Nokia profitiert von KI-Infrastruktur und Militärdeals. Der Konzern hebt die Prognose an und investiert massiv in Chip-Produktion.
Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs verdoppelt sich seit Jahresbeginn
- Eigene Chipfabrik für KI-Rechenzentren
- 5G-Lösung für US-Militär vorgestellt
- Wachstumsprognose auf 14 Prozent erhöht
Der Umbau zahlt sich aus. Nokia wandelt sich vom reinen Telekommunikationsausrüster zum gefragten Partner für Rechenzentren und Rüstungskonzerne. Dieser strategische Schwenk treibt den Aktienkurs an. Seit Jahresbeginn stieg der Kurs um gut 100 Prozent auf aktuell 11,14 Euro.
Eigene Chip-Produktion als Vorteil
Ein zentraler Baustein ist die Integration von Infinera. Nokia kontrolliert nun die gesamte Wertschöpfungskette für optische Chips. Das Herzstück bildet eine eigene Fabrik im kalifornischen San Jose. Dort fertigt der Konzern Laser und Detektoren auf einem einzigen photonischen Chip.
Das Ziel: Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 2,4 Terabit pro Sekunde. Diese Technologie spart enorm viel Strom. Das ist ein entscheidender Faktor für Betreiber riesiger KI-Rechenzentren. Die Konkurrenz schläft indes nicht. Ciena punktet mit speziellen Signalprozessoren, während Huawei den globalen Markt für optische Infrastruktur dominiert.
Einstieg in militärische Netzwerke
Parallel dazu erschließt Nokia neue Einnahmequellen im Regierungssektor. Anfang Mai präsentierte das Unternehmen mit Lockheed Martin eine mobile 5G-Lösung. Diese richtet sich speziell an das US-Verteidigungsministerium.
Das System nutzt eine offene Architektur. Militärs können die kommerzielle 5G-Technik direkt in Fahrzeuge integrieren. Bestehende Plattformen bleiben unangetastet. Finanziell schlägt dieser Deal im laufenden Jahr noch kaum ins Gewicht. Er positioniert Nokia aber langfristig als wichtigen Ausrüster für NATO-Staaten.
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Prognose deutlich angehoben
Die hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur beflügelt die Geschäftszahlen. Das Management hat die Wachstumsprognose für das Segment Netzwerkinfrastruktur drastisch erhöht. Der Vorstand erwartet für 2026 nun ein Umsatzplus von 12 bis 14 Prozent. Das ist fast doppelt so viel wie ursprünglich geplant.
Allein im ersten Quartal sammelte Nokia neue Cloud-Aufträge im Wert von einer Milliarde Euro ein. Der operative Gewinn soll im Gesamtjahr bei bis zu 2,5 Milliarden Euro liegen. Um die Produktion auszubauen, investiert das Unternehmen knapp eine Milliarde Euro in neue Anlagen.
Am 23. Juli legt Nokia den nächsten Zwischenbericht vor. Analysten achten dann besonders auf das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz. Bleibt dieser Wert über eins, sichert das die Auslastung für das zweite Halbjahr.
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