Nokia schiebt seine Cloud-Strategie einen großen Schritt nach vorn. Erstmals startet ein kommerzieller Mobilfunkdienst auf Basis von 5G Core als SaaS – also als Software-Abo aus der Cloud statt als klassisches Hardware-Projekt. Doch was bringt das Nokia jenseits der Technik-Demo konkret?
5G Core als SaaS: Warum das wichtig ist
Mit dem Start in Belgien liefert Citymesh als erster Betreiber ein Live-Beispiel für Nokias Ansatz. Das 5G-Core-Netz läuft dabei auf Amazon Web Services (AWS). Der entscheidende Punkt: Statt hohe Anfangsinvestitionen in eigene Infrastruktur zu stemmen, kann der Betreiber Kapazitäten flexibler nach Bedarf hoch- und runterfahren – und neue Funktionen schneller ausrollen.
Für Nokia ist das mehr als ein einzelner Kundenstart. Die Meldung stützt den strategischen Schwenk weg vom reinen „Boxenverkauf“ hin zu wiederkehrenden Erlösen über Software und Services. Citymesh wiederum kann damit laut Nokia Unternehmensanwendungen in Bereichen wie Events, Flughäfen und Gesundheitswesen unterstützen – plus ein neues Mobilfunkangebot für professionelle Nutzer.
Rückenwind durch Analysten – und Umbau seit Januar
Parallel zum operativen Fortschritt hat sich zuletzt auch die Stimmung am Markt aufgehellt. In den bereitgestellten Kursdaten notiert die Aktie heute bei 6,27 Euro.
Am Dienstag gab es zudem neue Impulse von Analystenseite: JPMorgan hob das Kursziel auf 8,20 US-Dollar an und blieb bei „Overweight“. Grupo Santander stufte auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 6,40 Euro. Als Treiber nennen Analysten vor allem den Fokus auf margenstärkere Netzinfrastruktur sowie den wachsenden Einfluss von KI in Telekom-Netzen.
Dazu kommt: Seit 1. Januar 2026 arbeitet Nokia mit einer neuen Struktur, die das Geschäft in Network Infrastructure und Mobile Infrastructure trennt. Das soll Transparenz und Fokus erhöhen – ein Punkt, der in der Bewertung durch den Markt oft eine Rolle spielt.
Vodafone-Deal: Sicherheits-APIs als neues Geschäftsfeld
Schon Anfang der Woche legte Nokia beim Thema „Network as Code“ nach. Mit Vodafone wurde vereinbart, Vodafones Netzwerk-APIs in Nokias Security-Portfolio zu integrieren. Ab April 2026 sollen diese Schnittstellen in Produkten gegen Betrug und für Authentifizierung enthalten sein.
Die Logik dahinter ist klar: Wenn Netzfunktionen über standardisierte APIs verfügbar werden, lassen sich digitale Dienste besser absichern – etwa in Banking und E-Commerce. Für Nokia eröffnet das einen zusätzlichen Erlöspfad, der auf bestehender 5G-Infrastruktur aufsetzt, statt immer neue Hardware-Projekte anzuschieben.
Zum nächsten konkreten Schritt wird damit der April 2026: Dann soll die Vodafone-API-Integration in den Security-Produkten starten – und Nokias „SaaS plus APIs“-Strategie muss zeigen, ob sie sich auch in breiterer kommerzieller Nutzung trägt.
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