Nokia Aktie: Court of Appeal stoppt Acer-Asus-Klagen
Nokia verzeichnet deutlichen Kursanstieg dank KI-getriebener Cisco-Zahlen und erfolgreichem Rechtsstreit gegen Acer und Asus.

Kurz zusammengefasst
- Cisco-Quartalszahlen beflügeln Nokia-Kurs
- Patentsieg gegen Acer und Asus in UK
- KI-Cloud-Umsatz wächst um 49 Prozent
- Wachstumsprognose für Netzwerkinfrastruktur angehoben
Eine Woche, zwei Katalysatoren — und ein Kursplus von fast 12 Prozent. Nokia hat turbulente Handelstage hinter sich, die zeigen, wie eng das Schicksal des finnischen Netzwerkausrüsters inzwischen mit dem KI-Infrastrukturboom verknüpft ist.
Cisco zündet den Funken
Den Anstoß gab Cisco. Der US-Netzwerkkonzern meldete für das Quartal bis Ende April einen Umsatzanstieg von 12 Prozent auf 15,84 Milliarden Dollar. Das Networking-Segment legte dabei um 25 Prozent zu und übertraf die Analystenerwartungen deutlich. Besonders auffällig: Cisco bezifferte seine KI-Infrastrukturaufträge im laufenden Geschäftsjahr auf 5,3 Milliarden Dollar und hob die Jahresprognose auf 9 Milliarden Dollar an — fast doppelt so viel wie zuvor.
Das strahlte unmittelbar auf Nokia aus. Ein Marktteilnehmer brachte es gegenüber Reuters auf den Punkt: Die Investitionen der Hyperscaler sickern in die gesamte Lieferkette durch — und beweisen, dass der KI-Boom weit mehr als ein Chip-Thema ist. Genau das ist die Grundthese hinter dem bullischen Blick auf Nokia.
Patentsieg in London
Parallel dazu gewann Nokia einen Rechtsstreit in Großbritannien. Das Court of Appeal entschied zugunsten des Unternehmens und stoppte Klagen der taiwanischen Hersteller Acer und Asus dauerhaft. Beide hatten zuvor eine Erklärung des High Court erwirkt, wonach Nokia ihnen eine Interimslizenz für Videocodierungstechnologie hätte einräumen müssen. Das Berufungsgericht kippte diese Entscheidung: Nokia habe Acer und Asus bereits eine Lizenz zu fairen und nichtdiskriminierenden Bedingungen angeboten — die Entscheidung darüber solle ein Schiedsverfahren treffen, nicht die Londoner Gerichte. Ein für Juni und Juli geplanter Prozess findet damit nicht mehr statt. Hisense, ebenfalls Kläger, hatte sich bereits vor der Berufungsverhandlung verglichen.
Starkes Fundament, hohe Erwartungen
Nokias eigene Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 untermauern die Kursrally inhaltlich. Das vergleichbare operative Ergebnis sprang um 54 Prozent auf 281 Millionen Euro — über den erwarteten 250 Millionen Euro. Der Umsatz mit KI- und Cloud-Kunden wuchs um 49 Prozent. Die vergleichbare Bruttomarge lag bei 45,5 Prozent, die Nettoliquidität bei 3,8 Milliarden Euro.
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Nokia hob seine Wachstumsprognose für den adressierbaren KI- und Cloud-Markt auf 27 Prozent jährlich bis 2028 an — zuvor hatte das Unternehmen 16 Prozent angesetzt. Für die Netzwerkinfrastruktur erwartet Nokia 2026 nun 12 bis 14 Prozent Wachstum statt der früheren 6 bis 8 Prozent.
Der Kurs spiegelt diese Dynamik wider. Mit 11,96 Euro zum Wochenschluss liegt Nokia rund 115 Prozent im Plus seit Jahresbeginn — und hat sich gegenüber dem 52-Wochen-Tief mehr als verdreifacht. Der RSI von knapp 50 signalisiert nach dem Rücksetzer vom Freitag keine überkaufte Lage mehr.
Wie belastbar die KI-Auftragspipeline tatsächlich ist, wird Nokia mit den nächsten Quartalszahlen Ende Juli 2026 zeigen müssen — der Markt hat bereits viel eingepreist.
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