Nokia Aktie: JPMorgan hebt Ziel auf 12 Euro
Nokia eröffnet KI-Innovationslabor in Sunnyvale und treibt mit Milliardeninvestitionen das Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft voran.

Kurz zusammengefasst
- Neues KI-Labor in Kalifornien eröffnet
- Umsatz mit KI-Kunden steigt um 49%
- Wachstumsprognose für KI-Geschäft angehoben
- Analysten erhöhen Kursziele deutlich
Im kalifornischen Sunnyvale baut Nokia an der Zukunft der Rechenzentren. Der finnische Netzwerkausrüster hat dort ein neues Innovationslabor für Künstliche Intelligenz eröffnet. Das Ziel: Die massiven Datenengpässe der KI-Infrastruktur auflösen. An der Börse trifft dieser strategische Schwenk auf Begeisterung. Die Aktie kletterte seit Jahresbeginn um fast 119 Prozent nach oben.
Allianz im Silicon Valley
Nokia holt sich für das neue Labor namhafte Partner an Bord. Tech-Größen wie AMD, Lenovo und Supermicro testen dort gemeinsam neue Netzwerk-Architekturen. KI-Anwendungen erfordern eine enorme Rechenleistung. Das bringt herkömmliche Datenzentren schnell an ihre Grenzen.
Im Sunnyvale-Labor arbeiten die Ingenieure nun an schnelleren Datenprotokollen und neuen Silizium-Chips. Die Finnen wollen damit branchenweite Standards für das KI-Zeitalter setzen. Kunden sollen ihre KI-Modelle künftig effizienter und zuverlässiger skalieren können.
KI-Fokus treibt das Geschäft
Die starke Nachfrage spiegelt sich bereits in den Büchern wider. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Umsätze mit KI- und Cloud-Kunden um 49 Prozent. Das Unternehmen sammelte in diesem Segment neue Aufträge im Wert von einer Milliarde Euro ein.
Das Management reagiert auf diese Dynamik. Nokia hob die langfristige Wachstumsprognose für das KI-Geschäft deutlich an. Bis 2028 erwartet der Konzern nun jährliche Zuwächse von 27 Prozent.
Für den Ausbau der optischen Netzwerke plant das Management dieses Jahr Investitionen von rund einer Milliarde Euro. Die Bilanz gibt das problemlos her. Einem langfristigen Schuldenberg von gut 2,3 Milliarden Euro stehen Barreserven von fast 5,5 Milliarden Euro gegenüber. Nokia kann die Expansion stemmen, ohne die Finanzen zu überlasten.
Wall Street passt Kursziele an
Die fundamentale Neuausrichtung zwingt Analysten zur Neubewertung. JPMorgan hob das Kursziel für Nokia von 6,90 Euro auf 12 Euro an. Morgan Stanley zog nach und sieht die Aktie nun bei 11 Euro.
Das US-Analysehaus CFRA sieht noch mehr Potenzial. Die Experten stuften den Titel auf „Kaufen“ hoch und verdoppelten ihr Ziel auf 16 US-Dollar. Sie bewerten Nokia mittlerweile ähnlich wie hochprofitable Spezialisten für optische Netzwerke.
Der Markt nimmt diese Entwicklung vorweg. Gestern schloss die Aktie bei 12,18 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch. Hält das operative Momentum im laufenden Quartal an, rücken die optimistischen Analystenziele schnell in greifbare Nähe.
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